Bergedorf

Experimente und Exkursionen – Jugend forscht in der Schule

Clemens (v. l.),
Lysander, Lehrer
Rouven Eltrop, Liah
und Franka vom
Hansa Gymnasium
in Bergedorf
experimentieren
mit Eiern

Clemens (v. l.), Lysander, Lehrer Rouven Eltrop, Liah und Franka vom Hansa Gymnasium in Bergedorf experimentieren mit Eiern

Foto: Michael Rauhe / HA

Bergedorf.  Wie spannend kann es sein, ein Ei zu zerlegen oder eine Brausetablette in Wasser aufzulösen? Sehr spannend, wenn man den fünf Sechstklässlern des Hansa Gymnasiums in Bergedorf zuschaut: Akribisch entfernen Franka, Liah und Charlotta die Eierschale, trennen das Eiweiß vom Eigelb und entdecken dabei Keimscheibe und Luftkammer. Lysander und Clemens zeigen, wie man mit Kohlendioxid, das beim Auflösen einer Brausetablette entsteht, eine Kerzenflamme löschen kann. Schon von der 5. Klasse an liegt der Schwerpunkt an dem Bergedorfer Gymnasium auf dem Experimentieren. Abseits von Zensuren gibt es hier mehr Unterrichtszeit und Raum für selbstgewählte Projekte. Rouven Eltrop, zuständig für die MINT-Klassen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften,und Technik) möchte Schüler, die frisch aufs Gymnasium kommen, von Anfang an für Naturwissenschaften begeistern und die Neugier erhalten – und zwar durch viele Experimente, Projekte und Exkursionen, auch über die Unterrichtszeit hinaus. Die Klassen werden geteilt, und ab Klasse sechs kommen zwei weitere NaWi-Stunden hinzu, dann sind es acht Stunden in der Woche statt der üblichen sechs.

Die Schüler gehen ins Watt, auf Vogelexkursion und zu den Fledermäusen in den Wald. Der naturwissenschaftliche Unterricht ist fächerübergreifend: Die Religionslehrer beteiligen sich beim Thema Evolution, in Deutsch werden Porträts über Naturwissenschaftler verfasst. Dieses vernetzte Arbeiten soll weiter ausgebaut werden.