Hamburg und Region

Sauna und Wellness – die schönsten Wohlfühl-Oasen

Ob im Hamburger Bäderland oder in der Ostseetherme: Nach dem Saunagang gehört ein Fußbad einfach dazu

Ob im Hamburger Bäderland oder in der Ostseetherme: Nach dem Saunagang gehört ein Fußbad einfach dazu

Foto: Bäderland

Ein Sauna-Besuch ist das beste Mittel, um in der trüben Jahreszeit fit zu bleiben. Wir stellen acht ausgewählte regionale Angebote vor.

Das Abendblatt stellt acht Wohlfühl-Oasen in der Region vor – von Hamburg bis nach Kaltenkirchen und Scharbeutz. Ein orientalischer Hamam lockt ebenso wie die finnische Sauna, Dampfbäder oder Kerzenlicht für Verliebte. Danach geht es ab auf die Liege im Ruheraum, um weiter zu entspannen. So hat der Herbst-Blues keine Chance.

Kaifu-Bad

Im Saunabereich des Kaifu-Bades gibt es drei verschiedene Innen-Saunen und ein Dampfbad. Die größte von ihnen ist eine finnische Sauna mit 90 Grad, in der immer zur vollen Stunde ein Aufguss angeboten wird. Die Trockensauna ist mit 95 Grad noch heißer, für Einsteiger ist die Farblichtsauna mit 60 Grad gut geeignet.

Abkühlung gibt es im Kaifu-Schwimmbad, im Kalttauchbecken, im Außenbereich und am Eisschnee-Brunnen. Dazu gibt es die Möglichkeit für Fußbäder und große gemütliche Ruhe- und Schlafbereiche, einer von ihnen hat sogar einen Kamin.

Das Service-Personal ist sehr freundlich, die Sauberkeit absolut in Ordnung.

Das Kaifu-Bad ist Hamburgs ältestes Bad. Bäderland wirbt mit diesen Worten: „Über 100 Jahre Tradition, die dem Bad einen Kultstatus verliehen haben. Hier treffen sich Jung und Alt, junge Familien und Studenten, Szenegänger und gut trainierte Senioren.“ Gut besucht sind immer wieder die Kurse wie Aqua Gym mit rhythmischer Musik.

MidSommerland

Schwitzen mit Aussicht, das können diejenigen, die sich im MidSommerland in die 100-Grad-Sauna setzen. Drinnen heiß, draußen der Außenmühlenteich, so etwas wie die Alster der Harburger. Auch sonst lohnt sich der Besuch in der gut gepflegten Bäderland-Anlage am Gotthelfweg.

Bäderland wirbt mit diesen Worten: „Wie mitten in Schweden … – so fühlt man sich als Besucher der großzügigen Sauna-Anlage im MidSommerland. Der nordische Charakter durchzieht authentisch alle Bereiche.“

Sechs Saunen gibt es im MidSommerland (45 Grad bis 100 Grad). Die Pausen können die Saunagänger im Grünen verbringen – im Sommer gibt es Hängematten auf der Wiese – oder in den Ruheräumen auf Liegen oder Wasserbetten. Massagen werden angeboten, müssen aber vorab angemeldet werden (Telefon 040/85401960).

Im angrenzenden Schwimmbad, das in erster Linie ein Erlebnisbad für Familien ist, gibt es auch eine Therme und ein kleines beheiztes Außenbecken mit 20 Meter langen Bahnen zum Schwimmen.

Holsten-Therme

Die Stadt mal hinter sich lassen – und dann ab in die Sauna. Dafür ist die Holsten Therme vor den Toren Hamburgs bestens geeignet. Wer nach einem ausgedehnten Herbstspaziergang hier einkehrt, findet ein kleines Paradies.

Viele halten die Kaltenkrichener Saunawelt für die beste im Norden. Die nach Themen aufgeteilte Saunalandschaft ist enorm vielfältig gestaltet. Ob Himalaya Salzstollen-Sauna oder Maa-Erdsauna: Die weitläufige Anlage bietet nicht nur Entspannung, sondern auch eine Menge zum Gucken und Staunen.

Die Fang-Song Meditations-Sauna beispielsweise hat keine Ecken, und die wohlriechenden Essenzen werden laufend in einem Kupferkessel verdampft. Wem das zu viel „Schnickschnack“ ist, findet auch ruhige, unspektakuläre Ecken.

Ein Tipp: Gelegentlich muss man das durchweg nette Personal in der Therme bitten, auch mal einen Aufguss aufzusparen – da ist weniger dann wirklich mehr.

Aspria auf der Uhlenhorst

Im Aspria auf der Uhlenhorst liegen wohltuende Hitze und erfrischendes Wasser dicht beieinander. Zwei große Innen- und Außenpools und ein Spa-Becken mit Sprudelbad sind das ganze Jahr über beheizt.

Es gibt einen großzügigen Garten mit Liegen, Ruheraum, Kaminzimmer und einen Salzraum. Neben der klassischen, finnischen Blockhaus-Sauna im Garten (98 Grad) gibt es auch eine stille Sauna (90-95 Grad) und eine Aufguss-Sauna (90 bis 100 Grad). In allen drei Saunen werden Aufgüsse zelebriert – jetzt mit Zimt und Zunder. Wer es lieber sanft mag, entspannt in der Biosauna (50-60 Grad) oder kann in der Aromasauna bei (80-85 Grad) belebende Düfte einatmen. Zum Salz-Peeling geht es ab in das Dampfbad.

Die Ruhezonen imAspria halten, was ihr Name verspricht. Sie sind mit ordentlichen Liegen und Liegesesseln ausgestattet. Alternativ kann man sich am Kamin in einen Liegesack plumpsen lassen und ins offene Feuer schauen, ehe einem vielleicht die Augen zufallen. Alles ist im Aspria gut in Schuss.

Favorit: Der Raum zur Sole-Inhalation. Er garantiert optimale Entspannung.

MeridianSpa Eppendorf

Das MeridianSpa Eppendorf bietet eine weitläufige Saunalandschaft, die sich über zwei Etagen erstreckt: Die Besucher können zwischen fünf Saunen und einem Osmanischen Dampfbad wählen.

In der Finnischen Sauna und in der Außensauna mit Blick auf den japanischen Garten werden regelmäßig Aufgüsse angeboten. Drei Whirlpools, ein 20-Meter-Schwimmbad sowie ein Tauchbecken und ein Kneipp-Becken runden das Angebot ab. Außerdem gibt es mehrere Ruhebereiche. Beauty-Behandlungen und Massagen werden im angeschlossenen „AMAYÃNA“ angeboten. Das Wort steht als Mantra für das „Bewusstsein vom körperlichen und geistigen Sein“.

In dieser Verwöhnatmosphäre kann auch der gestresste Büromensch wunderbar entspannen. Hungern muss im MeridianSpa auch niemand: Im Poolrestaurant können die Gäste aus einer abwechslungsreichen Speisekarte wählen.

Fazit: Wer in angenehmer Atmosphäre saunieren und relaxen möchte, der ist hier richtig.

Bartholomäus-Therme

Wer Ruhe sucht, ist hier genau richtig: Die Bartholomäus-Therme in Barmbek-Süd öffnet ihre Pforten ausschließlich für Erwachsene; Kinder haben sowohl im Bad als auch in den Saunen keinen Zutritt. Der Wintergarten und der abgedunkelte Schlafraum regen zur Erholung an. Das Angebot an reinen Schwitzbädern ist mit einer 80 Grad-, einer 95 Grad-, einer Kaminsauna (90-100 Grad) und einem römischen Schwitzbad überschaubar, doch im Bereich des Thermenbeckens sind noch zwei Dampfbäder untergebracht – diese befinden sich allerdings nicht mehr im FKK-Bereich. Das 32 Grad warme Schwimmbecken punktet mit diversen Massagedüsen in unterschiedlicher Höhe mit starkem Wasserdruck, die es so kaum in anderen Bädern gibt. Für Bahnenschwimmer eignet es sich dagegen nicht. Das Publikum ist speziell seit dem letzten Jahr deutlich jünger geworden.

Vor allem die Candlelight-Therme jeden Sonnabend von 18.30 bis 22 Uhr wird von frisch Verliebten gerne besucht. An jedem ersten Sonnabend im Monat findet zudem die Mitternachtssauna statt (bis 2 Uhr morgens). Donnerstags ist die Sauna nur für Damen geöffnet.

Hamam

Sich entspannt den Kopf waschen lassen, unterm Sternenhimmel träumen und eine ordentliche Abreibung mit warmem Wasser und Seife über sich ergehen lassen – das ist im Hamam an der Seewartenstraße und an der Feldstraße ganz normales Programm.

Der Besuch des türkischen Bades ist der kleine Luxus zwischendurch. Aber eineinhalb bis zwei Stunden sollte man einplanen, damit der Alltag wirklich draußen bleiben kann.

In Bikinihose und mit einem Handtuch umwickelt, geht es auf den heißen Stein. Anders als in vielen Saunen, darf im Hamam gesprochen werden. Nur eben nicht nackt, Badehose, Badeanzug oder Bikinihose sind angebracht. Es geht orientalisch zu, die Musik, das Ambiente, der Kerzenschein entführen den Besucher in den Orient. Als Mitarbeiterin Franzi kommt, geht es auf die warme Steinbank. Gebucht ist die Verwöhn-Variante 2 mit Wassergüssen, Liegezeit, Körper-Peeling, Einseifung, Waschung und Rückenmassage mit Seifenschaum. Schön!

Ostsee-Therme

Das Salz für das 31 Grad warme Vitalbecken kommt aus dem Atlantik, die frische Brise weht von der Ostsee: Die direkt am Meer gelegene Ostsee-Therme in Scharbeutz ist eine Oase für Badespaß und Wellness. Während Kinder lautstark unter der riesigen Glaskuppel im Wasser planschen, finden hinter einer dicken Tür Saunagäste Ruhe und vor allem viel heiße Luft. Das Angebot reicht von einer 95 Grad heißen Sauna bis zu einem römischen Dampfbad und dem sanften Biosanarium, in dem sich gut eine halbe Stunde lang schwitzen lässt. Danach flaniert der Saunagast durch einen kleinen Sauna-Garten zum Strand und kann sich im Meer abkühlen.

Ein Whirlpool befindet sich auf der Dachterrasse mit Ostseeblick, ein weiterer zwischen den Liegen im Durchgangs- und Ruhebereich. Die Sauberkeit der Anlage ist gut, bedeutet aber angesichts der großen Gästezahlen in den Ferien und am Wochenende eine tägliche Herausforderung für die Mitarbeiter. Massagen, Schlammanwendungen und Körperpeelings runden das Wellnessangebot ab.