Peking

Hamburg wird Teil der chinesischen Seidenstraße

China hat die Absicht, seine alten Seidenstraßen wieder zu beleben, die das Reich der Mitte in früheren Zeiten mit Europa verbanden.

Peking. Es dürfte ein Infrastrukturprojekt sein, das Hamburgs wirtschaftliche Zukunft mit beeinflusst: China hat die Absicht, seine alten Seidenstraßen wieder zu beleben, die das Reich der Mitte in früheren Zeiten mit Europa verbanden. Handelskammer-Geschäftsführer Hans-Jörg Schmidt-Trenz unterschrieb jetzt in Peking im Beisein von Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) eine Kooperationsvereinbarung, mit der die Handelskammer zum Gründungsmitglied der Allianz von Wirtschaftsverbänden entlang der „neuen Seidenstraße“ wird.

Aus Hamburger Sicht ermögliche die Vereinbarung einen Weg, um die Unternehmen der Hansestadt an der Erarbeitung der Seidenstraßen-Strategie zu beteiligen, sagte Schmidt-Trenz. Die Handelskammer sei die einzige deutsche Institution unter den Gründungsmitgliedern. China will in vielen der 65 Länder, durch die die neue Seidenstraße verläuft, Infrastruktur­projekte umsetzen.

Geplant sind der Bau von Häfen, Eisenbahnstrecken, Telekommunikationseinrichtungen – vornehmlich unter Führung chinesischer Unternehmen. Am Ende soll eine integrierte dynamische Wirtschafts­region entstehen. Laut Schmidt-Trenz ist es unverzichtbar, von Anfang an bei diesem Projekt dabei zu sein. Viele Regionen beneideten Hamburg darum, je nach Betrachtung, Anfang oder Ende der neuen Seidenstraße zu sein. Zugleich will Schmidt-Trenz eine „Zusammenarbeit, die von Gleichberechtigung und Fairness geprägt ist“.