Ohlsdorf

700 Menschen in Klein Borstel demonstrieren gegen Baustopp

Ohlsdorf. In Klein Borstel haben Anwohner, darunter viele Ju­gendliche, am Sonnabend für den Bau eines Flüchtlingsheims und gegen einen Baustopp demonstriert. Laut Polizei nahmen mindestens 700 Menschen an der Kundgebung teil, die friedlich verlief.

„Wir sind begeistert und überwältigt. Wir hätten niemals mit diesem unglaublichen Zuspruch und Engagement gerechnet“, sagten die Initiatoren Stella Köhler, Hannah Kölle und Jonathan Biertimpe. Damit habe man ein starkes Zeichen für Weltoffenheit und Verantwortung gegenüber Menschen gesetzt, die nach Deutschland geflohen sind. Ein Mitorganisator der Kundgebung sagte, die Demonstranten wollten zeigen, dass es in dem Stadtteil auch Stimmen gebe, die sich für den Bau des Heims einsetzten. So forderten sie auf Spruchbändern etwa „Menschlich bleiben statt Paragrafen reiten“.

Die Unterkunft im Stadtteil Ohlsdorf soll etwa 700 Flüchtlingen Obdach bieten. Das Verwaltungsgericht hatte einer Klage von Anwohnern kürzlich stattgegeben und ein Moratorium verhängt. Die Baustelle ruht seitdem. Der Senat hat den Bezirk Nord inzwischen angewiesen, Baurecht für die 13 Modulhäuser im früheren Anzuchtgarten des Ohlsdorfer Friedhofs zu schaffen. (HA)

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