Hamburg

80 Kilo Kokain als Grillkohle getarnt – drei Festnahmen

Hamburg. Das unter echter Kohle versteckte Kokain kam mit einem Frachter aus Paraguay nach Hamburg. 80 Kilogramm, getarnt als Grillkohle, in Säcken. Der Stoff mit einem Wirkstoffgehalt von 90 Prozent und einem Straßenverkaufswert von 5,2 Millionen Euro hätte die drei Drogendealer Szymon J., 34, Enrico M., 61, und Alois D., 48, reich gemacht. Doch dazu kam es nicht: Der Schmuggel flog auf, die Täter wurden in Augsburg festgenommen.

Beamte der Ermittlungsgruppe Hafen im Zollfahndungsamt entdeckten das Kokain bereits am 10. August in einem Container. Drei Tonnen Kohle befanden sich in den mit dem Namen einer Tarnfirma etikettierten Grill­säcken. Jeden einzelnen der mehr als 1000 Säcke durchleuchteten die Ermittler mit einem mobilen Röntgen­gerät, dabei entdeckten sie viele Holzbriketts, die gepresstes, mit einer Kohleschicht überzogenes Kokain enthielten, abgepackt in Portionen zu je 100 Gramm. Adressat der Kohlelieferung war die Scheinfirma Carbonis van Jorge in der Nähe von Augsburg.

Am Mittwoch verhafteten Hamburger Zollfahnder schließlich die drei Hintermänner des Schmuggels in Augsburg, durchsuchten die Geschäftsräume der Empfängerfirma und ihre Privatwohnungen. Dabei sei „Beweismaterial in Form von schriftlichen und elektronischen Aufzeichnungen sichergestellt worden“, sagte Niels Hennig, Sprecher des Hamburger Zollfahndungsamts.

( dah )

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Hamburg