25 Jahre Deutsche Einheit

Ost-West-Wanderung: Hamburg ist beliebtes Ziel

„Ossi oder Wessi“ – ist das überhaupt noch die Frage

„Ossi oder Wessi“ – ist das überhaupt noch die Frage

Foto: Rainer Jensen / dpa

Sieben Prozent der Hamburger wurden in der früheren DDR geboren. Seit der Wiedervereinigung zogen 177.000 Ostdeutsche in die Metropole.

Hamburg.  In Hamburg leben 122.000 Männer und Frauen, die vor der Wiedervereinigung in Ostdeutschland und damit noch in der DDR (ohne Berlin) geboren wurden. Das sind fast sieben Prozent aller Hamburger, teilte das Statistikamt Nord anlässlich des 25. Jahrestags der Deutschen Einheit mit.

Seit 1991 zogen 177.000 Menschen aus fünf ostdeutschen Ländern in die Hansestadt. In die umgekehrte Richtung verließen im gleichen Zeitraum 84.000 Hamburger ihre Stadt Richtung Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen. Daraus ergibt sich ein Zuzugsüberschuss von 94.000 Personen. Auch im vergangenen Jahr kamen 6424 Neu-Hamburger aus dem Osten, 4409 Hamburger zogen in die ostdeutschen Länder.

Die meisten Zuzüge kommen nach Angaben der Statistiker mit 55,3 Prozent aus Mecklenburg-Vorpommern, die wenigsten mit 6,2 Prozent aus Thüringen. Die Jahre 2007 und 2008 waren mit jeweils mehr als 10.000 Zuzügen aus den neuen Ländern besonders starke Wanderungsjahre. Für das Jahr 1990 liegen keine statistischen Zahlen auf Länderebene vor.

Nach Schleswig-Holstein sind seit 1991 etwa 242.000 Menschen aus den Ostländern gekommen. 164.000 Männer und Frauen verließen das Land in umgekehrter Richtung. Der Zuzugsgewinn beträgt fast 79.000 Einwohner. Auch hier kamen am meisten Mecklenburger und Vorpommern – 58,5 Prozent.

Die meisten Zuzüge wurden mit mehr als 12.000 Männern und Frauen im Jahr 1991 registriert, die zweite Welle kam in den Jahren 2001 bis 2004.