Hamburg

Hamburgs Erzbischof ist „Sonderbeauftragter für Flüchtlingsfragen“

Hamburg. Die Deutsche Bischofskonferenz hat den Hamburger Erzbischof Stefan Heße zum „Sonderbeauftragten für Flüchtlingsfragen“ ernannt. Seine genauen Aufgaben müssten noch festgelegt werden, sagte der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx. Allerdings stehe schon fest, „dass die Sorge um Wohnraum für Flüchtlinge ein erstes Schwerpunktthema wird“. Außerdem gehe es um die „vielfältigen Aktivitäten und Empfehlungen zur Qualifizierung kirchlicher Flüchtlingsarbeit beispielsweise in den Kirchengemeinden“. Papst Franziskus hatte kürzlich alle katholischen Gemeinden aufgerufen, Wohnraum für Flüchtlinge zur Verfügung zu stellen.

Die katholische Kirche habe in diesem Jahr 98,6 Millionen Euro für die Flüchtlingshilfe bereitgestellt, sagte Marx, 66,5 Millionen Euro Sondermittel in Deutschland, den Rest im Ausland. Bisher seien 800 Unterkünfte mietfrei angeboten worden. Zudem seien in der Flüchtlingshilfe 3000 Hauptamtliche und mindestens 100.000 Ehrenamtliche im Einsatz.