Nienstedten

Elf Verkehrstote – Polizei lädt zum Gedenktag

Nienstedten. Elf Radfahrer haben im vergangenen Jahr bei Unfällen auf Hamburgs Straßen ihr Leben verloren. So viele wie seit Jahren nicht mehr. Die Hamburger Polizei nimmt diesen traurigen Rekord daher zum Anlass, am heutigen Sonnabend, 19. September, mit einem „Informations- und Gedenktag“ an diese Unfälle und ihre Opfer zu erinnern.

Beamte der Fahrradstaffel werden dabei am Fähranleger Teufelsbrück in Nienstedten über Gefahren und mögliche Vermeidung von solchen Unfällen informieren, teilte die Pressestelle der Polizei mit. Zwei Hauptursachen seien bei Radunfällen immer wieder aufgefallen, hieß es: Zum einen hatten Pkw- oder Lkw-Fahrer beim Abbiegen die Radfahrer schlicht übersehen – mit fatalen Folgen. Aber oft habe der Fehler auch bei den Radfahrern selbst gelegen, wenn sie Vorfahrtsregeln nicht beachtet hatten.

Insgesamt gab es 2014 laut Statistik 2409 Unfälle in Hamburg, bei denen Radfahrer verletzt oder getötet wurden In etwa der Hälfte der Fälle waren sie selbst Hauptverursacher. Beteiligt waren Radfahrer im vergangenen Jahr an 3274 registrierten Unfällen. Die aktuelle Unfallstatistik für 2015 lässt unterdessen hoffen, dass sich die hohe Zahl tödlich verletzter Radfahrer nicht wiederholt. Bis Anfang August registrierte die Polizei einen getöteten Radfahrer, 136 schwer verletzte und 1267 leicht verletzte Radler. Insgesamt waren bis zum Stichtag am 31. Juli der Polizei zufolge in Hamburg Radfahrer an 1906 Unfällen beteiligt.