Hamburger Rathaus

Flüchtlingsreporter Berj auf Entdeckungstour in Hamburg

Der 31-Jährige hatte die Gelegenheit, den großen Festsaal des Hamburger Rathauses zu besichtigen. Wie ein Prinzenpalast, findet Berj.

Hamburg. "Wow", das war mein erster Eindruck, als ich am Montag das erste Mal im großen Festsaal des Hamburger Rathauses war. Dort war ich als Reporter für das Hamburger Abendblatt mit einem anderen Kollegen, weil dort eine Auszeichnung der Körber Stiftung an die Forscherin Nicola Spaldin vergeben wurde.

Als ich den Raum betrat, hatte ich den Eindruck, dass ich in einem Palast eines reichen Prinzen bin. Wie in einem Traum. Schon die Fassade des Rathauses gefiel mir gut, aber ich hätte nicht gedacht, dass es auch innen drin so schön ist.

Es ist eine schöne Kombination zwischen antiken und modernen Elementen, zwischen Alt und Neu. Sehr gut gefallen hat mir das große Bild des Hamburger Hafens und das hölzerne Eingangsportal.

Von der Rede habe ich zwar nicht alles verstanden, aber es war ein schönes Gefühl, zusammen mit rund 600 Menschen in dem Festsaal zu sein, in dem wahrscheinlich alle wichtigen Leute sind.

Ich hoffe, dass ich bald wieder die Gelegenheit haben werde, in diesem schönen Saal zu sein - den ich Königssaal nenne. Vielleicht mache ich noch mal eine Rathausführung. Die wird regelmäßig für vier Euro angeboten.

Info: Berj Baghdee Sar ist seit Kurzem freier Mitarbeiter beim Hamburger Abendblatt. Dieser Text ist in Zusammenarbeit mit der Redakteurin Juliane Kmieciak entstanden. Berj stammt aus der syrischen Hauptstadt Damaskus. Dort hat er nach einem Wirtschaftsstudium als Wirtschaftsprüfer bei einer Bank gearbeitet. Im Frühjahr 2014 floh er aus Syrien. Seit knapp 1,5 Jahren lebt er in Hamburg. In Kürze startet er ein Praktikum bei einer Bank.