Hamburg

„Bildungsmonitor“ bescheinigt Hamburg klare Fortschritte

Hamburg. Eine neue Vergleichsstudie bescheinigt dem Hamburger Bildungssystem klare Verbesserungen. So schafft die Hansestadt im „Bildungsmonitor 2015“, den das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) und die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) am Donnerstag zum zwölften Mal präsentierten, den Sprung auf den fünften Platz – das ist die zweitstärkste Verbesserung unter den Bundesländern. Die wirtschafts­nahe Studie bewertet anhand von zwölf Handlungsfeldern und 93 Indikatoren, inwieweit ein Bundesland die Bildungsarmut reduziert, zur Fachkräftesicherung beiträgt und das Wachstum fördert.

Stark ist Hamburg besonders bei der Internationalisierung (1. Platz, mehr als 99 Prozent der Grundschüler lernen bereits eine Fremdsprache) und der Förderinfrastruktur (2. Platz). Unter anderem ist der Anteil ganztagsbetreuter Grundschüler deutlich gewachsen. Seit dem Jahr 2000 haben zudem rund 22.800 Jungakademiker mehr die Hochschulen verlassen, als unter der damaligen Absolventenquote zu erwarten gewesen wäre. Verbesserungspotenzial besteht dagegen bei Schulqualität und Bildungsarmut.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Hamburg warnt vor einer Überbewertung des „Bildungsmonitors“, weil dieser keine neue Untersuchung der Bildungssysteme darstelle, sondern die Ergebnisse verschiedener anderer Studien auswerte. Zudem habe der Ländervergleich eine vorwiegend bildungsökonomische Zielstellung.

( inga )

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