Spritzenplatz in Ottensen

Bürgerbegehren gegen Libeskind-Neubau schafft erste Hürde

Die Bürgerinitiative fordert, dass der jetzige Charakter des Spritzenplatzes in Ottensen erhalten bleibt

Die Bürgerinitiative fordert, dass der jetzige Charakter des Spritzenplatzes in Ottensen erhalten bleibt

Foto: HA

Mit 2776 gültigen Stimmen wurde das Drittelquorum erreicht. Damit tritt eine Sperrwirkung für die Bebauung des Platzes in Kraft.

Hamburg. Das Bürgerbegehren der Bürgerinitiative "Spritzenplatz bleibt!" hat seine erste Hürde genommen. Die Ende Juli abgegebenen 2776 Unterschriften sind inzwischen ausgezählt. Und wie das Bezirksamt Altona jetzt bestätigte, wurde das Drittelquorum mit 2302 gültigen Unterschriften offiziell erreicht.

Das sogenannte Drittelquorum ist erforderlich, damit eine Sperrwirkung für die Bezirksverwaltung eintritt. Diese darf dann keine Entscheidungen mehr treffen, die dem Ziel des Bürgerbegehrens zuwiderlaufen. Die Sperrwirkung gilt zunächst für sechs Monate.

Das Bürgerbegehren fordert, dass der jetzige Charakter der Ecke Ottenser Hauptstraße / Spritzenplatz erhalten bleibt und dass auch bei einem Neubau die Geschosshöhe und die Typologie der Bauten wieder hergestellt werden.

"Ein fünf- bis sechsgeschossiger Bau würde die Bedeutung des Platzes im Herzen von Ottensen total verändern – und in der futuristischen Variante den Druck auf die umliegenden Ladenmieten noch weiter erhöhen", so ein Sprecher. Damit meint er den Libeskind-Bau, der unter Umständen auf dem Gelände entstehen soll.