Hamburg

Fünf goldene Regeln der Expertin

Tipp 1: Machen Sie sich nicht gleich Sorgen, wenn Ihr Kind in der Entwicklung in Teilen etwas „hinter“ anderen ist. Gucken Sie nicht auf Defizite, sondern auf das, was das Kind gut kann. Kinder bekommen so etwas mit, es verunsichert sie. Und seien Sie beim Thema Therapien oder zum Beispiel mit ADHS-Vermutungen nicht zu voreilig.


Tipp 2:Achten Sie die körperlichen Bedürfnisse des Kindes (Hunger, Schlaf, Wachsein, Wärme, Kälte) von Anfang an, drängen Sie ihm zum Beispiel kein Essen auf. Aber wann Sie den Spielplatz verlassen, ob es ein Eis gibt und welche Schuhe Sie kaufen, bestimmen Sie.

Tipp 3: Wenn es dem Kind gut geht, geht es den Eltern gut. Wenn es den Eltern gut geht, geht es dem Kind gut. Das ist ein Wechselspiel. Also sorgen Sie gut für Ihren Nachwuchs und gut für sich selbst. Aufopferung hilft niemandem.

Tipp 4:Halten Sie sich bei Geschwisterstreitereien heraus, schicken Sie die Kinder weg oder verlassen Sie selbst den Ort des Geschehens. Denn egal, wie Sie entscheiden, die Streithähne werden es in den meisten Fällen als ungerecht empfinden – und Sie haben nur unnötigen Stress.

Tipp 5: Wenn eine wichtige gemeinsame Aktivität bevorsteht, zum Beispiel ein Besuch bei den Großeltern, ein Familienfest oder eine Urlaubsreise, setzen Sie sich ein paar Tage vorher zusammen, sprechen Sie über Ihre Erwartungen, hören Sie die Vorstellungen der anderen Familienmitglieder an und handeln Sie gemeinsame Regeln aus. Zum Beispiel: Smartphone-Nutzung bei der Anreise ja, aber nicht während der wenigen gemeinsamen Stunden mit den Großeltern.