Rothenburgsort

Zu heiß: Ermittler können Bunker noch nicht betreten

Rothenburgsort. Nach dem Feuer in einem Hochbunker an der Marckmannstraße, das am frühen Dienstagmorgen ausgebrochen war, ist die Straße weiter gesperrt. Die Mieter von 220 angrenzenden Wohnungen konnten bislang nicht zurück. Auch am Freitag war die Feuerwehr vor Ort.

Am frühen Nachmittag wurde direkt vor dem 25 Meter hohen Bunker eine Drehleiter in Stellung gebracht. Vom Korb aus setzten die Feuerwehrmänner eine Lanze mit Thermometer ein, um durch eine der wenigen, im oberen Bereich des Bunkers befindlichen Öffnungen die Temperatur im Inneren zu messen. Sie betrug am Freitag immer noch 40 Grad. Damit war es auch gestern nicht möglich, das Innere des Bunkers zu betreten, in dem bei dem Großbrand am Dienstag auch ein Teil der dort in der vierten und fünften Etage gelagerten ätherischen Öle in Flammen aufgegangen war.

Aus den beschädigten Behältern, teilweise 200 Liter groß, dringen bei der Temperatur weiter gefährliche Stoffe, die zu Reizungen führen können. Erst wenn die Temperatur unter 30 Grad gesunken ist und weitere Messungen im Inneren erfolgten, kann der Bunker von Brandermittlern zur Spurensicherung betreten werden.

Die Bewohner können nach dem jetzigen Stand frühestens Montag in ihre Wohnungen zurückkehren. Vorher müssen die genommenen Proben ausgewertet werden.