Jeder elfte betroffen

Wo Fahrraddiebe in Hamburg am häufigsten zuschlagen

Ein Fahrraddieb versucht, mit Hilfe einer Gartenschere ein Bügelschloss zu knacken

Ein Fahrraddieb versucht, mit Hilfe einer Gartenschere ein Bügelschloss zu knacken

Foto: Friso Gentsch / dpa

Durchschnittlich jedem elften Hamburger wird das Fahrrad gestohlen. Einige Stadtteile sind besonders betroffen. Eine Übersicht.

Hamburg. Schlechte Nachrichten für Fahrradfahrer: Hamburg ist eine der Hochburgen in Deutschland für Fahrraddiebe. Das ergibt eine Statistik der Generali-Versicherung. Demnach wird jedem elftem Hamburger das Fahrrad gestohlen – in einem Zeitraum von zehn Jahren.

Damit ist die Wahrscheinlichkeit in Hamburg, Opfer von Fahrraddieben zu werden mehr als doppelt so hoch wie im Bundesdurchschnitt. Roland Stoffels, Vorsitzender der Geschäftsführung für Schadensmanagement sagt: „Im Vergleich zu den 15 größten Städten belegt Hamburg Platz sechs.“ Die meisten Fahrräder werden in Münster gestohlen, danach folgen Leipzig und Dresden. Am sichersten sind Fahrräder in Stuttgart, Essen und Dortmund.

Doch auch in Hamburg gibt es deutliche Unterschiede bei der Tathäufigkeit. Laut Generali werden die meisten Fahrräder in den Bezirken Altona und Eimsbüttel und dort besonders in den Stadtteilen Lokstedt, Hoheluft und Harvestehude gestohlen. Überdurchschnittlich oft schlagen Diebe auch in der Altstadt, in Nienstedten und Osdorf zu.

Verhältnismäßig selten werden Fahrräder in Langenhorn, Schnelsen, Eidelstedt und Niendorf gestohlen.

Hamburger haben günstige Fahrräder

Ein anderes Ergebnis der Statistik der Versichers zeigt, die Hamburger haben offenbar eher günstige Fahrräder. So geben die Hanseaten bei den Schadensmeldungen durchschnittlich einen Wert von 432 Euro für ihre gestohlenen Fahrräder an. Der Bundesdurchschnitt liegt allerdings mit 438 Euro nur wenig höher.