Hamburg

Otter-Spuren auf der Elbinsel Neßsand entdeckt

Natur im Fokus – eine leichte Aufgabe auf der Insel Neßsand

Natur im Fokus – eine leichte Aufgabe auf der Insel Neßsand

Foto: Claudia Sewig

Die Gewinner des Fotowettbewerbs „Natur im Fokus“ erleben einen ganz besonderen Tag auf der Elbinsel.

Hamburg. Die ersten Spuren im Sand sind nicht eindeutig zuzuordnen. Stammen sie von einem Otter? Oder doch vielleicht eher von einem Marderhund? 20 Personen am Strand von Neßsand beugen sich über die Abdrücke, fotografieren sie und diskutieren. Einige Meter weiter stoßen sie auf eine zweite Spur – und diese lässt keinen Zweifel zu: Hier ist ein Fischotter über den Sand gelaufen! „Ein erster Nachweis für diese Art auf Neßsand“, freut sich Nina Klar von der Hamburger Umweltbehörde. Sie begleitete am Sonnabend die Gewinner des Fotowettbewerbs „Natur im Fokus“ der Behörde für Umwelt und Energie und des Hamburger Abendblatts auf die Elbinsel – ohne vorher zu ahnen, welche besondere Überraschung auf alle am Strand des Naturschutzgebietes warten würde.

Aus Anlass des Jubiläums „100 Jahre Stadtgrün“ hatten die Behörde und das Abendblatt im vergangenen Jahr dazu aufgerufen, Hamburgs Natur in den Fokus zu nehmen. Die Resonanz war gewaltig: 227 (Hobby-)Fotografen im Alter zwischen acht und 80 Jahren schickten insgesamt 895 Bilder ein. Die sieben Hauptpreisträger Werner Becker, Cristina Cutova, Tamara Gintzel, Peter Kötzing, Ole Küsel, Jörn Meier und Sina Schuldt wurden zu einer geführten Tour über die unter Naturschutz stehende Insel Neßsand eingeladen, die man sonst nicht betreten darf.

Christian Michalczyk und Inselwart Michael Klamm, beide von der Umweltbehörde, hatten die Gruppe am Strand und durch die Dünen geführt, auf die seltenen Wiebelschmiele hingewiesen und von der Entstehung Neßsands berichtet. Sina Schuldt, frisch gebackene Abiturientin, deren Siegerfoto von einem jungen Fuchs die Titelseite des Abendblatts geschmückt hatte, gelangen dabei mit einem Teleobjektiv stimmungsvolle Bilder eines Stieglitz auf einer Distel. Tamara Gintzel empfand die Otterspuren als absolutes Highlight. Die Verwaltungsfachangestellte hat sich auf Makroaufnahmen spezialisiert. „Aber auch die Landschaft an sich hat mich total fasziniert. Ich würde gerne wiederkommen.“

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