Deutsche Bahn

Chaos in Zügen nach Ausfall der Klimaanlagen

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Ein ICE verlässt in Hamburg das Depot

Ein ICE verlässt in Hamburg das Depot

Foto: dpa Picture-Alliance / Axel Heimken / picture alliance / dpa

Wieder fallen Klimaanlagen bei der Bahn aus. Fahrgäste waren an dem hitzigen Sonnabend genervt, die Bahnmitarbeiter überfordert.

Hamburg. Durch den Ausfall von Klimaanlagen in ICE- und Intercity-Zügen der Deutschen Bahn ist es am Sonnabend offenbar bundesweit zu Verspätungen und teilweise chaotischen Zuständen gekommen. Fahrgäste waren wütend, Schaffner reagierten beinahe hysterisch auf die bohrenden Nachfragen, warum in einigen Zügen gleich mehrere Wagen gesperrt waren. Dadurch verringerte sich das Sitzplatzangebot dramatisch, Hunderte mussten stehen, wenn sie überhaupt mitkamen.

Zum Beispiel war am Morgen im ICE von Amsterdam nach Frankfurt/Main Hauptbahnhof ein Wagen gesperrt, was in dem überfüllten Zug dazu führte, dass viele Fahrgäste stehen oder auf den Fluren am Boden sitzen mussten. Schon in den Gängen zu dem gesperrten Wagen war der Geruch unausstehlich. Manche Passagiere ignorierten die Absperrbänder und Hinweise und setzten sich trotzdem in den heißen Wagen.

Die Bahn bot sogar an, dass Fahrgäste ab Arnheim mit einem Bus nach Duisburg fahren können.

Der Intercity 2312 auf dem Weg nach Hamburg hatte schon in Dortmund 55 Minuten Verspätung, drei Wagen fielen aus, weil offenbar die Klimaanlage defekt war. Auch der halb als Fahrradwagen ausgewiesene Zugteil war gesperrt, obwohl einige Räder darin verstaut waren. Fahrgäste durften dort nicht sitzen. Wer sich danach erkundigte, wurde von einer am Rande der Hysterie agierenden Zugbegleiterin angefaucht. Fahrkarten wurden zum Teil mit einer Nachlässigkeit kontrolliert, als wollten die Schaffner nur schnell weiter, um das Gespräch zu vermeiden.

Wie groß das Ausmaß der Verspätungen ist und ob es Schwächeanfälle bei Passagieren oder Zugbegleitern gegeben hat, ist zurzeit nicht absehbar. Hinter einigen Zügen auf der Ankunftstafel im Hamburger Hauptbahnhof stand um 18 Uhr noch k.A. für „keine Angabe“, auch das erhöhte die Unsicherheit bei denen, die Bekannte oder Angehörige abholen wollten.

( HA )

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