Hochschulen

Neue Supercomputer für Hamburger Universitäten

Das Hauptgebäude der  Universität Hamburg an der Edmund-Siemers-Allee

Das Hauptgebäude der Universität Hamburg an der Edmund-Siemers-Allee

Foto: picture alliance

Die Uni hat einen Rechner gekauft, der aus 410 gekoppelten Einzelcomputer besteht. Die TU Harburg setzt auf den Ausbau in Stufen.

Hamburg. Die Universität Hamburg kann künftig schneller rechnen. Das Regionale Rechenzentrum nahm am Montag einen neuen Hochleistungsrechner in Betrieb, wie die Universität am Dienstag mitteilte.

Der 2,5 Millionen Euro teure Rechner besteht aus 410 gekoppelten Einzelcomputern mit einer Speicherkapazität von 390 Terabyte. Auf einem zusätzlichen Festplattensystem können weitere 1800 Terabyte gespeichert werden. Der Computer kann 196 Billionen Rechenoperationen pro Sekunde bewältigen. Damit gehört er zu den 400 leistungsstärksten Rechnern weltweit.

Die Technische Universität Harburg (TUHH) erneuert ihr Rechencluster unterdessen für 1,2 Millionen Euro in zwei Stufen. Die Zusammenführung in einem Rechenzentrum sei aus baulichen Gründen nicht möglich gewesen, sagte der Direktor des Regionalen Rechenzentrums, Prof. Stephan Olbrich. „Wir haben aber aus der Not eine Tugend gemacht.“ Die Uni habe mehr Grafikprozessoren, der Rechner der TUHH eher eine Standardarchitektur. Damit seien unterschiedliche Nutzungen möglich. Besonders viel gerechnet wird in den Bereichen Astrophysik, Chemie und Biologie, aber auch in den Sprach- und Wirtschaftswissenschaften.

Hochleistungsrechner seien üblicherweise nach fünf Jahren veraltet, sagte Olbrich. Die TUHH investiere ihr Geld in zwei Stufen, um länger über aktuelle Technik zu verfügen. Die Universität Hamburg hat es vorgezogen, sich auf einen Schlag eine größere Kapazität zu beschaffen. (dpa)