Arktis

Hamburger Forscher will Polarunglück aufklären

Am Mittwoch startet Björn Klauer mit seinem Team auf den Spuren der Expedition von Leutnant Schröder-Stranz vor 100 Jahren.

Hamburg. Der gebürtige Hamburger Björn Klauer, 58, startet zu seiner nächsten großen Expedition. Am Mittwoch geht es für zwei Monate ins Eis der Ark Zwei Polarforscher kommen in der Arktis ums Leben tis, mit dem Ziel, endlich die Umstände des größten Unglücks in der deutschen Polarforschung zu klären.

Vor gut 100 Jahren, im Jahr 1912, wagte sich ein 15-köpfiges Forscherteam unter der Leitung von Leutnant Herbert Schröder-Stranz, bestehend aus zehn Deutschen und fünf Norwegern, in das Nordostland. Dieses Gebiet steht heute unter norwegischer Verwaltung. Damals starben acht Teilnehmer (sieben Deutsche, ein Norweger). Vier Deutsche, darunter Schröder-Stranz, gelten bis heute als verschollen, da sie sich von der Gruppe abgesetzt hatten. Ziel von Björn Klauer und seinem Team ist es, das Basislager der vier zu finden, um die Umstände ihres Todes zu klären.

Bereits vor zwei Jahren war Klauer mit einem sechsköpfigem Team unterwegs und suchte den südlichen Korridor ab – ohne Ergebnis. Jetzt wird der nördliche Korridor abgesucht, Meter für Meter, gebückt und nur mit dem eigenen Auge – auf einem Gebiet mit einer Größe von knapp 79.000 Fußballfeldern. Klauer startet gemeinsam mit seiner Frau Regina Elpers, 51, mit der er in Norwegen lebt und eine eigene Husky-Farm betreibt, seinem Sohn Morten, 26, dem Norweger Havard Ersland, 28, sowie vier Huskys. Nach zwei Monaten, am 15. September, kommen sie hoffentlich mit neuen Erkenntnissen wieder in Norwegen an. (hpnic)