Flüchtlinge

Hamburg plant Containerdörfer für bis zu 3000 Bewohner

Im Abendblatt-Interview spricht Innensenator Michael Neumann über den hohen Zustrom und kündigt Unterkünfte in neuen Dimensionen an.

Hamburg. Der Senat bereitet sich auf die Einrichtung von Flüchtlingsunterkünften in bislang unerreichter Größe vor. Bereits kommende Woche sollen mögliche Flächen für neue Containeranlagen der Zentralen Erstaufnahme (ZEA) besichtigt werden. „Wir suchen mehrere Standorte für Erstaufnahmen mit jeweils 2000 bis 3000 Plätzen. Was das Grundrecht auf Asyl angeht, gibt das Grundgesetz keine Grenze vor“, sagte Innensenator Michael Neumann (SPD) dem Abendblatt.

Am Wochenende registrierten die Behörden innerhalb von 30 Stunden mehr als 380 neue Asylbewerber in Hamburg – mehr als doppelt so viele Ankömmlinge pro Tag wie noch vor zwei Wochen. Inzwischen könne nicht mehr von einem vorübergehenden Anstieg gesprochen werden, sagte Neumann: „Ich fürchte, wir haben es mit einem sich stabilisierenden Trend zu tun.“ Verschärfend wirke, dass nahezu alle Erstaufnahmen in umliegenden Bundesländern wegen Krankheitsfällen geschlossen seien. „Normalerweise bleibt ungefähr ein Drittel der Flüchtlinge länger als ein paar Tage, derzeit oft die volle Anzahl“, sagte Neumann.

Lesen Sie in der Montagsausgabe des Abendblatts das gesamte Interview mit Hamburgs Innensenator Michael Neumann.

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