Hamburg Energie

CDU kritisiert Millionen-Bürgschaften der Stadt

Beleuchtetes Logo von Hamburg Energie

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Foto: dpa

Der Strom- und Gas-Versorger will dieses Jahr erneut 20 Millionen Euro an Krediten aufnehmen, für die die Stadt bürgen soll.

Hamburg.  Die CDU-Fraktion in der Bürgerschaft macht sich Sorgen um die Kapitalausstattung von Hamburg Energie. Anlass sind die Antworten des Senats auf eine Kleine Anfrage des CDU-Finanzexperten Thilo Kleibauer. Demnach will der städtische Strom- und Gas-Versorger dieses Jahr erneut 20 Millionen Euro an Krediten aufnehmen, für die die Stadt bürgen soll. Damit steige ihr Bürgschaftsvolumen von 50 auf 70 Millionen Euro, kritisiert Kleibauer: „Der Wachstumskurs von Hamburg Energie ist äußerst riskant finanziert. Es kann nicht sein, dass jedes Jahr die städtischen Bürgschaften und die Verschuldung öffentlicher Unternehmen ausgeweitet werden.“

Hamburg Energie wurde 2009 gegründet und hat bereits 107.000 Kunden. Bis Ende 2016 will das Unternehmen den Anteil des selbst produzierten Öko-Stroms von derzeit 38 auf 50 Prozent steigern und dafür 45 Millionen Euro investieren. Das ist mit einer Eigenkapitalquote von nur knapp vier Prozent aber schwer. Laut Senat soll diese Quote „langfristig“ auf 20 Prozent gesteigert werden, vor allem durch „positive Jahresergebnisse“. Über eine ebenfalls denkbare Kapitalzufuhr der Stadt wurde „noch nicht abschließend entschieden“. Kleibauer bezweifelt, dass angesichts der schmalen Jahresgewinne von zuletzt gut einer Million Euro die Kapitalbasis nachhaltig gestärkt werden kann. Er fordert den Senat auf, „für geordnete Verhältnisse und eine solide Kapitalausstattung bei Hamburg Energie zu sorgen“.