Verkehr im Norden

Hitzeschäden sorgen für kilometerlange Staus auf der A7

Wegen Hitzeschäden an der Langenfelder Brücke wurden zwei Spuren zeitweise gesperrt. Defekte Ampel sorgte für Stau in der City.

Hamburg. Wegen Hitzeschäden an der Langenfelder Brücke mussten sich Verkehrsteilnehmer auf der Autobahn 7 in Richtung Norden am Freitagmorgen auf lange Staus einstellen. Die Schäden wurden bei Arbeiten in der Nacht zu Freitag an der Regen-Asphalt-Rinne entdeckt, wie Verkehrskoordinator Gerhard Fuchs dem Abendblatt sagte.

Zunächst wurden zwei der drei Spuren gesperrt, gegen elf Uhr wurde die Sperrung einer der beiden Spuren wieder aufgehoben. Am Freitagvormittag staute sich der Verkehr vom Elbtunnel bis nach Heimfeld auf einer Länge von 17 Kilometern. Die dritte Spur werde voraussichtlich aber noch bis in den Nachmittag hinein gesperrt bleiben.

Auch in der Hamburger Innenstadt kam es am Vormittag im Bereich Ferdidandstor/ Wallringtunnel zu langen Staus. Betroffene berichteten, dass der Verkehr bis zu einer Stunde still stand. Wie die Verkehrsleitzentrale mitteilte, sei eine defekte Ampel die Ursache gewesen. Inzwischen sind Polizeibeamte vor Ort, die den Verkehr regeln, bis der Schaden behoben ist. Der Verkehr läuft wieder.

Wieder A7-Sperrung am Wochenende

Am Wochenende folgt dann schon das nächste Ärgernis - wieder auf der A7. Insgesamt 55 Stunden lang wird wird die Autobahn gesperrt. Die Sperrung zwischen dem Autobahnkreuz Nordwest und der Anschlussstelle Schnelsen beginnt am Freitag, 22 Uhr, und dauert bis Montag, 5 Uhr, sagte Hamburgs Verkehrskoordinator Gerhard Fuchs. Angesichts des bevorstehenden Sommerwochenendes und der Ferien in Nordrhein-Westfalen, Belgien und den Niederlanden warnte Fuchs vor Staus. „Wer kann, sollte im Westen Hamburgs auf eine Autofahrt verzichten oder die Hansestadt weiträumig umfahren.“

Anlass für die A-7-Sperrung ist der Abriss der Brücke Heidlohstraße. Das Bauwerk wird für drei Jahre durch ein Provisorium ersetzt. Bis 2018 soll an dieser Stelle die Autobahn von vier auf sechs Fahrspuren erweitert und ein rund 570 Meter langer Lärmschutztunnel errichtet werden. Um den dafür notwendigen Freiraum zu schaffen, würden für die Zeit eine einspurige Straßen- und eine Fußgängerbrücke aufgebaut, sagte Fuchs. Nach Fertigstellung des Tunnels würden beide stählernen Bauwerke wieder abgebaut.

Die A 7 hatte bereits vor zehn Tagen ein ganzes Wochenende gesperrt werden müssen, um die Brücke Frohmestraße zu ersetzen. „Der Ablauf der Bauarbeiten am kommenden Wochenende ist mit dem Ablauf vor zwei Wochen identisch“, sagte Fuchs. Es gebe lediglich einen kleinen Unterschied: die Heidlohstraße werde an diesem Freitag bereits um 20 Uhr für den Verkehr gesperrt – zwei Stunden früher als geplant. Dadurch solle der Beginn der Bauarbeiten vereinfacht werden. (os/HA)