Staatsbürgerschaft

Zahl der Einbürgerungen in Hamburg leicht gesunken

Das Statistikamt registrierte 840 weniger Menschen, die die deutsche Staatsbürgerschaft erhielten. Auch bundesweit gehen Zahlen zurück.

Hamburg/Wiesbaden. In Hamburg haben sich 2014 weniger Menschen einbürgern lassen als im Vorjahr. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts ging die Zahl um 840 Fälle zurück, nachdem sie im Vorjahr um knapp 1600 Fälle angestiegen war .

Auch deutschlandweit gab es im vergangenen Jahr weniger Einbürgerungen. Insgesamt erhielten 108.420 Ausländerinnen und Ausländer die deutsche Staatsbürgerschaft. Das waren gut 3900 Einbürgerungen oder 3,5 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Im Schnitt der vergangenen zehn Jahre sank die Zahl um knapp 2200 Einbürgerungen.

Die Entwicklung innerhalb Deutschlands verlief wie schon in den Jahren zuvor uneinheitlich. So gab es 2014 in Baden-Württemberg 740 Einbürgerungen mehr als 2013 (4,6 Prozent), in Nordrhein-Westfalen (minus 2000 Fälle) und Hessen (minus 860 Fälle) waren es dagegen jeweils 6,4 Prozent weniger.

Die Einbürgerungen aus den Mitgliedsländern der Europäischen Union (EU) sind gegenüber dem Vorjahr angestiegen. Das Statistische Bundesamt registrierte ein Plus von 2 900 (12,3 Prozent) . Dabei kamen die meisten Neu-Deutschen mit 2180 Fällen aus Kroatien. Das entspricht einer Zunahme von 126,6 Prozent. (dpa)