Internet

Hamburger Datenschützer überprüfen Dating-Portale

Millionen Deutsche sind bei Dating-Portalen im Internet angemeldet

Millionen Deutsche sind bei Dating-Portalen im Internet angemeldet

Foto: Frank May / dpa

Datenschützer aus Hamburg und anderen Bundesländern prüfen den Umgang der Portalbetreiber mit personenbezogenen Daten.

München/Hamburg. Das bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht nimmt Dating-Portale im Internet unter die Lupe. In einer abgestimmten Aktion wollen Datenschutzaufsichtsbehörden in mehreren Bundesländern einen umfassenden Blick auf Dating-Webseiten und deren Umgang mit personenbezogenen Daten werfen. Beteiligt sind auch die Stellen in Hamburg und Baden-Württemberg, wie die bayerische Aufsicht mitteilte.

„Menschen, die Partner unter Einschaltung von professionellen Vermittlungsdiensten suchen, sind in besonderer Weise schutzwürdig", erklärte Johannes Caspar, Hamburgs Beauftragter für Datenschutz und Informationsfreiheit am Donnerstag. Es müsse sichergestellt werden, dass das Vertrauen der Nutzer auf die Einhaltung der nationalen Vorgaben des Datenschutzrechts nicht enttäuscht werde.

In einem ersten Schritt seien 16 Anbietern von Partnervermittlungsdiensten ein Fragebogen gesandt worden, wie der Hamburger Senat mitteilte. Die Antworten sollen Aufschluss über Transparenz der Datenverarbeitung, Umfang der angeforderten Daten, Datenübermittlung an Dritte, Tracking und Maßnahmen der Datensicherheit geben. Auch Dating-Apps stehen dabei im Fokus der Überprüfung.

In Bayern ist unter anderem „Friend Scout 24“ ansässig. Auf der Seite sind nach Firmenangaben eine Million Menschen registriert. Das Landesamt für Datenschutzaufsicht ist in Bayern für die Einhaltung des Datenschutzes in der Privatwirtschaft zuständig - im Gegensatz zum Landesbeauftragten für den Datenschutz, der sich um öffentliche Stellen kümmert. (HA/dpa)