Hamburg

Rekorde beim Halbmarathon: "Hier ist noch vieles möglich"

Der Hella-Hamburg-Halbmarathon hat es auch bei seiner 21. Auflage vermocht, sich zu steigern. Es gab zwei neue Streckenrekorde.

Hamburg.  Man hätte sich nicht wundern dürfen, wenn es im Jahr eins nach dem erfolgreichen Jubiläum eine kleine Delle gegeben hätte, doch der Hella-Hamburg-Halbmarathon hat es auch bei seiner 21. Auflage vermocht, sich zu steigern. Zwei neue Strecken- und ein Teilnehmerrekord, etwa 40.000 Zuschauer, freundliches, nicht zu warmes Wetter – Veranstalter Karsten Schölermann von der Agentur BMS konnte bei so viel Positivem gar nicht anders, als sich von der allgemeinen guten Stimmung anstecken zu lassen. „Die heutige Veranstaltung ist zukunftsweisend. Wenn wir weiterhin einen guten Job machen, dann ist hier in Hamburg noch vieles möglich.“

Schon der Status quo ist bemerkenswert. 8581 Teilnehmer hatten sich angemeldet – der zwölfte Rekord hintereinander. Mit etwa 6420 Läufern im Ziel des Hauptrennens über 21,0975 Kilometer könnte der Halbmarathon seine Artgenossen in München und Stuttgart, die am nächsten Wochenende gestartet werden, überholt haben. Bislang haben in Deutschland in diesem Jahr nur Berlin (23.545) und der GutsMuths-Rennsteiglauf (6468) mehr Halbmarathon-Finisher registriert.

Die Ergebnisse im Einzelnen

„So sehr uns diese Zahlen freuen, möglicherweise sind wir damit an einer Kapazitätsgrenze angelangt“, sagte Schölermann. Auch bei den Zeiten werden Steigerungen immer schwerer. Sieger Merhawe Kesete aus Eritrea blieb in 1:00:52 Stunden 49 Sekunden unter dem erst ein Jahr alten Streckenrekord, Siegerin Agnes Mutune aus Kenia in 1:11:27 sogar mehr als eine Minute unter ihrem eigenen.

Nicht ganz zum Rekord gereicht hat es für Andrea Diethers. Die promovierte Biochemikerin vom Lauf-Team Haspa-Marathon war in 1:17:31 die beste Deutsche, blieb aber knapp eine Minute über der Hamburger Bestzeit, die ihre Vereinskollegin Mona Stockhecke vor drei Jahren in Ulster aufgestellt hat. Schnellster Hamburger war der sechsmalige Meister Mourad Bekakcha von HSV in 1:11:09 – für den Algerier „eine passable Zeit“ angesichts des Umstands, dass er über weite Strecken allein unterwegs war. Bester Deutscher war Marcin Blazinski von der LG Farbtex Nordschwarzwald in 1:04:48.

Eine Neuerung für die 22. Auflage ist bereits in Planung: ein Einlagerennen im Inline-Biathlon. Hamburg 1 zeigt an diesem Montag (20.15 Uhr, Wiederholung 22.15 Uhr) in seiner Sportsendung „Rasant“ eine Zusammenfassung des Halbmarathons, am 2. Juli folgt zu den gleichen Uhrzeiten eine ausführliche Reportage.