Wohlstands-Index

Mehr als die Hälfte der Hamburger fühlt sich wohlhabend

Teures Auto: Ein Lamborghini fährt entlang des Jungfernstiegs

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Foto: Jörg Riefenstahl

Die Hansestadt liegt damit neben Berlin deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Vor allem in Ostdeutschland zeigt sich ein anderes Bild.

Berlin/Hamburg. Der Wohlstands-Index in Deutschland hat ein Rekordniveau erreicht. Nach den neuesten Umfragedaten, die der Zukunftsforscher Horst W. Opaschowski am Dienstag in Berlin vorstellte, stufen sich 48,4 Prozent der Deutschen als wohlhabend ein - mehr als je seit Beginn der regelmäßigen Befragungen vor drei Jahren.

Dabei wird allerdings nicht nur der materielle Wohlstand abgefragt, sondern auch Dinge wie berufliche Sicherheit, medizinische Versorgung und familiäre Beziehungen. Das Wohlergehen der Bevölkerung werde vom Bruttoinlandsprodukt nicht ausreichend abgebildet, erklärte Opaschowski.

Materielle Sicherheit steht aber noch immer im Vordergrund. Bei der Frage, was man unter Wohlstand verstehe, rangiert die Antwort „Keine finanzielle Sorgen haben“ mit 77 Prozent an der Spitze. Dahinter folgen mit jeweils 71 Prozent ein sicheres Einkommen und der Besitz von Eigentum. Doch mehr als die Hälfte der 2000 Menschen, die von Opaschowski und dem Ipsos-Institut befragt wurden, nannten auch Gesundheit und Glück als Bausteine für ihren Wohlstand.

Im Bundesländer-Vergleich stehen Hamburg und Bayern an der Spitze, wo sich jeweils rund 55 Prozent der Befragten als wohlhabend einstufen. Kaum mehr als ein Drittel ist es hingegen bei den Schlusslichtern Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt. (dpa)