St. Georg

Fette Spinnen und flinke Ameisen beim „Kinderspiel des Jahres“

„Spinderella“ setzt sich erfolgreich gegen 150 Konkurrenten durch

St. Georg.  Krabbeln für das richtige Kribbeln: Gegen die lauernden Spinnen hatten nicht nur Ameisen keine Chance – auch die Monster und Schatzjäger der Konkurrenz mussten ihnen den Vortritt lassen.

„Spinderella“ ist „Kinderspiel des Jahres 2015“. Das dreidimensionale Brettspiel mit fetten Spinnen und flinken Ameisen erhielt am Montag im Hotel Atlantic den undotierten Preis. Bei „Spinderella“ flitzen Ameisen über den Waldboden, darüber schwebt ein zweiter Spielplan, auf dem die Spinnen lauern. Mithilfe von Magneten kann sich jeweils eine Spinne abseilen und Ameisen einfangen. „Auf die Idee von ,Spinderella‘ bin ich gekommen, als sich eines Nachts eine Spinne von meinem Bett abseilte“, erzählt Spieleautor Roberto Fraga. Für ihn war der Preis ein Traum: „Ich habe seit 15 Jahren auf diesen Tag gewartet“, sagte Fraga.

Das Gewinnerspiel ist für zwei bis vier Teilnehmer ab sechs Jahren geeignet und kostet etwa 30 Euro. Die Jury lobte insbesondere die gelungene Mischung aus Glück und Taktik – und den Kindern gefällt am meisten das „permanente Kribbeln“ beim Spiel.

Zu den drei Finalisten gehören außerdem die Spiele „Push a Monster“ und „Schatz-Rabatz“. Der achtjährige Maurice aus der Grundschule Goosacker in Osdorf erzählt: „Wir haben alle drei Spiele in der Schule gespielt und ,Spinderella‘ gefällt vielen aus meiner Klasse am besten.“

Etwa 150 neue Gesellschaftsspiele hatten die Juroren gemeinsam mit Kindern in Familien, Kindergärten und Schulen vorab getestet, wie der Verein berichtet. Seit 1979 vergibt er zudem den Titel „Spiel des Jahres“. Dessen diesjähriger Gewinner wird aber erst am 6. Juli in Berlin bekannt gegeben.

Zusätzlich veröffentlichte der Veranstalter eine Empfehlungsliste mit weiteren Kinderspielen. Mehr Informationen zu allen Spielen unter www.spiel-des-jahres.com