NABU

Amseln in Hamburg weiter auf dem Vormarsch

Die Amsel zählt zu den häufigsten gesichteten Vogelarten in Hamburg

Die Amsel zählt zu den häufigsten gesichteten Vogelarten in Hamburg

Foto: Felix Kästle / dpa

Bei einer Zählaktion zählten 750 Hamburger Vogelfreunde Meisen, Amseln und Co. Der milde Winter hat die Bestände stark beeinflusst.

Hamburg.  Die Amsel bleibt der häufigste Vogel in Hamburg. Es folgen unverändert Kohlmeise und Blaumeise, teilte der Nabu am Dienstag nach Auswertung der Mitmach-Aktion „Stunde der Gartenvögel“ mit. Die Ringeltaube hat sich im Vergleich zum Vorjahr auf den vierten Platz geschoben und den Haussperling auf Rang 5 verdrängt. Die Elster verschlechtert sich auf Rang 6 und spiegelt damit einen bundesweiten Trend wider. Dagegen hat sich der Bestand der Zaunkönige um 21 Prozent verbessert, was die Vogelkundler auf den milden Winter zurückführen. Auch die Heckenbraunelle wurden wieder häufiger gesichtet.

Deutlicher Gewinner ist auch der Feldsperling. Ihn ziehe es schon seit mehreren Jahren verstärkt in Siedlungsgebiete, während er in ländlichen Räumen eher abnimmt, sagte Marco Sommerfeld, Nabu-Referent für Vogelschutz. Ursache sei vermutlich die Industrialisierung der Landwirtschaft, die dem Feldsperling die Nahrungssuche erschwere.

Bei der bundesweiten Auswertung der Zählergebnisse setzte sich wie in den Vorjahren der Haussperling an die Spitze der häufigsten Gartenvögel, gefolgt von Amsel, Kohlmeise, Blaumeise und Star. Bei guten Wetterbedingungen hatten sich an der Vogelzählung vom 8. bis 10. Mai in Hamburg über 750 Vogelkundler mit 14.971 Beobachtungen beteiligt. Bundesweit gab es mehr als 47.000 Teilnehmer, die insgesamt mehr als eine Million Vögel meldeten.