Straßenverkehr

Kritische Masse – 4000 Hamburger bei Fahrradkorso

Die Radfahrer als Teilnehmer einer sogenannten "Critical Mass" nutzen vor allem die großen Hauptstraßen in Hamburg (Archivfoto)

Die Radfahrer als Teilnehmer einer sogenannten "Critical Mass" nutzen vor allem die großen Hauptstraßen in Hamburg (Archivfoto)

Foto: Axel Heimken / dpa

Einmal im Monat treffen sich Radfahrer der Critical Mass zu einer Ausfahrt. Ihr Ziel: Bessere Bedingungen für den Radverkehr.

Hamburg. Sie sind kritisch, sie sind bunt und sie sind viele: 4000 Radfahrer haben am Freitagabend an einer gemeinsamen Fahrt durch Hamburg teilgenommen. Die Critical Mass Hamburg startete am Heiliggeistfeld und fuhr dann über 30 Kilometer quer durch die Stadt bis zum Eppendorfer Park. Dort endete der Radlerkorso nach Angaben der Polizei gegen 22.30 Uhr.

Die Teilnehmer der Critical Mass wollen mit der Aktion darauf aufmerksam machen, dass sie ebenso wie motorisierte Fahrzeuge Teil des Straßenverkehrs sind. Sie berufen sich auf den Paragrafen 27 der Straßenverkehrsordnung. Demnach gilt eine Gruppe von mindestens 16 Radfahrern als geschlossener Verband – und damit als ein Verkehrsteilnehmer. Genutzt werden vor allem die großen Hauptverkehrsstraßen. Laut Polizei war es am Freitagabend zu geringfügigen Behinderungen des Autoverkehrs und des Öffentlichen Nahverkehrs gekommen.

Critical Mass ist eine europaweite Protesbewegung. Die Hamburger Gruppe gehört mit bis zu 5000 Teilnehmern zu den größten in Deutschland. Die gemeinsame Protestfahrt findet seit dem Jahr 2000 regelmäßig am letzten Freitag im Monat statt. Der Startpunkt wird kurzfristig auf der Facebook-Seite von Critical Mass Hamburg bekannt gegeben.