Hamburg

Weniger illegale Müllablagerungen in Hamburg

Hamburg. Illegale Müllablagerungen an Straßenrändern und Grünflächen haben in Hamburg abgenommen. Die Stadtreinigung meldet rückläufige Zahlen. Auch die sieben Bezirke der Hansestadt haben keine übermäßigen Probleme mit gesetzeswidrigen Müllhalden. „An den Wertstoffcontainerplätzen passiert es durchaus, doch bei den anderen Vergehen handelt es sich um Einzelfälle“, sagte etwa Bettina Maak vom Bezirksamt Harburg. Die Stadtreinigung habe im vergangenen Jahr 8174 Kubikmeter und damit 1236 Kubikmeter weniger illegale Abfälle entsorgen müssen als im Jahr 2013, berichtete ein Sprecher.

Auch im Bezirk Wandsbek halten sich den Angaben zufolge die Ordnungswidrigkeiten im Rahmen. Wenn Fernseher oder Kühlschränke unerlaubt entsorgt werden, greife das Krisen-Management: „Die Stadtreinigung hat eine eigene Ermittlungsabteilung, mit der das Bezirksamt eng zusammenarbeitet – wird ein Verursacher ermittelt, bekommt die Bußgeldstelle die Informationen“, meinte Sprecherin Lena Voß. Trotz guter Zusammenarbeit bleibe die Aufklärungsrate allerdings niedrig. Hier seien die Bezirke auf die Hilfe der Bürger angewiesen.

Die Stadtreinigung hat für diesen Zweck eine Service-Hotline eingerichtet. „Bei der Hotline gingen im Jahr 2014 exakt 16.730 Meldungen von Bürgerinnen und Bürgern ein“, sagte Sprecher Andree Möller. Nach entsprechenden Anrufen werden Hausmüll, Sperrmüll und Gartenabfälle schnell beseitigt, betont der Sprecher. Denn ein Effekt lasse sich immer beobachten: „Müll zieht Müll an“, meinte Möller.

Außerdem prüfen die Bezirke regelmäßig beliebte Orte für illegale Müllhalden, wie verlassene Depotcontainerstandorte oder Parks. Wer beim Entsorgen erwischt wird, muss mit mindestens 200 Euro Bußgeld rechnen. Die Beseitigung wilder Müllablagerungen kostete 2014 laut Stadtreinigung 4,2 Millionen Euro.