Wandsbek

Parteiaustritt sprengt Wandsbeker AfD-Fraktion

Wandsbek. Die AfD-Fraktion in der Wandsbeker Bezirksversammlung hat sich aufgelöst. Die stellvertretende Fraktionschefin Barbara Krüger-Sauermann hat ihr Amt aufgegeben und ist aus der Partei ausgetreten. Damit fehlt den verbliebenen zwei AfD-Abgeordneten genau ein Mandat für den Fraktionsstatus.

Krüger-Sauermann, die bereits im Landesvorstand hingeworfen hatte, begründete ihren Schritt mit innerparteilichen Demokratiedefiziten der AfD und der Rechtslastigkeit der Partei. Ihr Mandat wird sie behalten.

Der Wandsbeker AfD-Bürgerschaftsabgeordnete Joachim Körner äußerte sich überrascht. Von Differenzen habe er nichts gewusst. „Ihre Begründung passt für mich überhaupt nicht“, sagte er. Bei einer so kleinen Fraktion setze man sich zusammen und spreche miteinander. Von Rechtslastigkeit wollte er nichts wissen. Es gebe kaum Ex-Schillianer in der Partei.

Der Wandsbeker AfD-Fraktionschef Florian Fischer sagte, er habe eine „leichte Vorahnung“ gehabt. Die Darstellung Krüger-Sauermanns, nach der auch er zurückgetreten sei, wies Fischer zurück. Ihm sei aber klar, dass er mit dem Verlust des Fraktionsstatus sein Amt auch verliere.