Uhlenhorst

Mauer erschlägt 34-Jährigen auf Baustelle – Bruder erleidet Schock

Uhlenhorst. Der rettende Notarzt kam für den Mann zu spät: Bei einem Arbeitsunfall in einem achtstöckigen Gebäude am Schwanenwik in Uhlenhorst ist am Montagnachmittag ein 34 Jahre alter Rumäne von einer Mauer erschlagen worden. Der Mann war mit weiteren Arbeitern an einem Teilabriss im Dachgeschoss des Gebäudes beteiligt, als sich der Unfall ereignete. Der 26 Jahre alte Bruder des Opfers und ein Türke, die ebenfalls vor Ort arbeiteten, erlitten einen Schock und wurden von einer Notfallseelsorgerin der Feuerwehr betreut.

Nach Angaben der Feuerwehr ereignete sich das Unglück gegen 14 Uhr. Während die Männer mit schwerem Gerät einen Teil des Dachgeschosses entfernten, löste sich aus noch ungeklärter Ursache eine zweieinhalb Meter hohe und vier Meter lange Mauer, fiel direkt auf den 34-jährigen Arbeiter und begrub ihn unter den Trümmern. Der Mann erlitt schwerste Kopfverletzungen und verlor offenbar sofort das Bewusstsein. Die Feuerwehr rückte in der Folge mit insgesamt 31 Einsatzleuten am Schwanenwik an. Ein Notarzt versuchte sofort, den Mann an der Unfallstelle wiederzubeleben. Nach mehreren vergeblichen Versuchen konnte der Arzt gegen 14.30 Uhr aber nur noch den Tod des Mannes feststellen.

Die für tödliche Arbeitsunfälle zuständige Abteilung 45 des Landeskriminalamtes nahm vor Ort die Ermittlungen zur Ursache des Unglücks auf. Die Bauarbeiter wurden von einer Firma in Billwerder beauftragt und sollten das oberste Stockwerk des Gebäudes abbrechen, um einen Anbau zu ermöglichen. Neben einer Notfallseelsorgerin fuhr auch ein Pastor im Auftrag der Feuerwehr zum Unfallort und suchte bis zum Nachmittag das Gespräch mit den Augenzeugen. Die Männer brachen die Seelsorge jedoch auf eigenen Wunsch am späten Nachmittag ab und wollten nicht weiter betreut werden.

Die Feuerwehr sperrte den Schwanenwik am Nachmittag zunächst ab. In der Folge kam es zu Verkehrsbehinderungen im Umfeld der Unglücksstelle. Gegen 16 Uhr wurde der Leichnam des Mannes mit einem Rettungswagen von der Unfallstelle weggebracht. (crh)