Streik

Am Dienstag Protestmarsch der Erzieher durch die Innenstadt

Überall in Deutschland sind Erzieher wie hier in Erfurt im unbefristeten Ausstand

Überall in Deutschland sind Erzieher wie hier in Erfurt im unbefristeten Ausstand

Foto: Sebastian Kahnert / dpa

Die Großkundgebung beginnt auf dem Gänsemarkt, danach geht es zum Gewerkschaftshaus. Auch am Montag waren 50 Kitas komplett zu.

Hamburg. Die Streiks in den kommunalen Kitas in Hamburg sind am Montag in eine neue Runde gegangen. Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi müssen Eltern voraussichtlich bis Pfingsten mit geschlossenen Kitas rechnen. Am Dienstag ist eine Großkundgebung am Hamburger Gänsemarkt geplant.

Die Veranstaltung beginnt um 8.30 Uhr, 1500 Demonstranten sind nach Angaben der Polizei angemeldet. Der Protestmarsch soll dann über den Jungfernstieg und die Mönckebergstraße zum Gewerkschaftshaus am Besenbinderhof ziehen. Autofahrer müssen sich auf Verkehrsbehinderungen einstellen.

„Wir gehen davon aus, dass bis Pfingsten gestreikt wird. Es kann aber auch über Pfingsten hinausgehen oder auch nicht“, sagte Verdi-Verhandlungsführerin Hilke Stein. „Alles hängt davon ab, ob wir ein Angebot von Arbeitgeberseite bekommen, womit wir wieder an den Verhandlungstisch zurück können.“ Sollte es ein Angebot der Arbeitgeber geben, würden die Streiks sofort ausgesetzt.

An dem unbefristeten Streik haben sich seit dem 8. Mai mehrere Tausend Erzieher beteiligt. In Hamburg waren rund 50 Kitas komplett geschlossen, in weiteren 80 Einrichtungen wurde ein Notdienst eingerichtet. Verdi und GEW fordern für die bundesweit 240.000 Beschäftigten eine bessere Eingruppierung – im Schnitt geht es um etwa 10 Prozent mehr Lohn und Gehalt. Die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände hält das für unbezahlbar und hatte die Gewerkschaften zur Rückkehr an den Verhandlungstisch aufgerufen.