Norddeutschland

Warnstreiks bei der Post am Freitag fortgesetzt

Tarifkonflikt um kürzere Arbeitszeiten bei der Post

Tarifkonflikt um kürzere Arbeitszeiten bei der Post

Foto: Oliver Berg/Archiv

Allein in Hamburg blieben rund 200.000 Briefe und 45.000 Pakete liegen. Gewerkschaft fordert 5,5 Prozent mehr Geld für Postzusteller.

Hamburg. Die Briefträger und Paketboten der Deutschen Post haben im Norden am Freitag ihren Warnstreik fortgesetzt. Nach Angaben von Ver.di waren mehrere Brief- und Paketzustellbereiche in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern betroffen. Die Gewerkschaft ging davon aus, dass allein in Hamburg rund 200.000 Briefe und 45.000 Pakete zunächst liegen blieben.

Schwerpunkte seien die Paketzustellung in Norderstedt, die Verbund- und Briefzustellung in Hamburg-Rahlstedt, Meiendorf, Farmsen und Berne sowie Stapelfeld und Braak.

Betroffen seien auch die Briefzustellung in Hamburg-Lurup, Stellingen, Eidelstedt und Langenfelde sowie die Verbundzustellung in Lauenburg, Büchen, Geesthacht und Bergedorf.

In Schleswig-Holstein legten Paketzusteller in Tornesch, Neumünster und Flensburg ihre Arbeit nieder. Dies galt auch für Postboten unter anderem in Neumünster, Heide, Itzehoe, Tellingstedt und Bad Bramstedt. Dadurch blieben nach Gewerkschaftseinschätzung etwa 350.000 Briefe sowie 20 000 Pakete liegen.

In Mecklenburg-Vorpommern streikten Zusteller aus Barth, Ribnitz-Damgarten, Altentreptow, Abtshagen/Wittenhagen, Ueckermünde und Stavenhagen. Dadurch wurden zunächst 65 000 Briefe und 5000 Pakete nicht ausgeliefert.

Mit den Warnstreiks will die Gewerkschaft ihre Forderungen nach Arbeitszeitverkürzung für die Brief- und Paketzusteller und 5,5 Prozent mehr Geld für die Postmitarbeiter durchsetzen. In den vergangenen Tagen war es bereits wiederholt zu Warnstreiks bei der Post im Norden gekommen. Auch am Sonnabend soll weiter getreikt werden. (dpa)