HamburG

„Arbeit der Zukunft gestalten wir“

Mehrere Tausend Menschen nahmen an den Gewerkschaftskundgebungen teil

HamburG. Mehrere Tausend Menschen haben am Tag der Arbeit in Hamburg an den Gewerkschaftskundgebungen teilgenommen. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) sprach von mehr als 5000 Teilnehmern in der Innenstadt sowie 700 Teilnehmern in Bergedorf und 500 in Harburg. Die Polizei ging von 4000 Demonstranten in der City aus. Das Motto des diesjährigen Tags der Arbeit lautet: „Die Arbeit der Zukunft gestalten wir.“

Die Hamburger DGB-Chefin Katja Karger forderte bei der Hauptkundgebung auf dem Fischmarkt mehr Solidarität mit den Streikenden der Hamburger Kitas und Sozialeinrichtungen. „Unsere Solidarität gilt den Kolleginnen und Kollegen, die noch mitten im Arbeitskampf stecken oder ihn vor sich haben“, sagte Karger.

Die Gewerkschaften forderten eine höhere Eingruppierung der bundesweit 240.000 Beschäftigten im kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst, was diesen deutliche Gehaltssteigerungen bringen würde. Vor den Demonstranten sprach auch der 92 Jahre alte griechische Politiker und Journalist Manolis Glezos, der im Zweiten Weltkrieg in seiner Heimat Ruhm erlangte, weil er im Mai 1941 die Hakenkreuzfahne von der Akropolis herunterholte. Glezos forderte internationale Solidarität.

In Schleswig-Holstein gingen bei den landesweiten DGB-Demonstrationen insgesamt 8000 Menschen auf die Straße. Der Vorsitzende des DGB-Nord, Uwe Polkaehn, forderte, Langzeitarbeitslose nicht länger vom Mindestlohn auszuschließen.