Kammerorchester

Wersich: „Hamburger Camerata“ droht Insolvenz

Dietrich Wersich ist kulturpolitischer Sprecher der CDU-Bürgerschaftsfraktion

Dietrich Wersich ist kulturpolitischer Sprecher der CDU-Bürgerschaftsfraktion

Dem renommierten Kammerorchester fehlten rund 80.000 Euro zur Deckung des laufenden Geschäftsbetriebs.

Hamburg.  Die „Hamburger Camerata“ ist offenbar von Insolvenz bedroht. Dem renommierten Kammerorchester fehlten rund 80.000 Euro zur Deckung des laufenden Geschäftsbetriebs, sagte Dietrich Wersich, kulturpolitischer Sprecher der CDU-Bürgerschaftsfraktion, am Freitag. Werde das notwendige Geld nicht aufgebracht, stehe die Zukunft des Orchesters auf dem Spiel. Wersich forderte den Senat auf, das Orchester finanziell abzusichern und es bei der Entwicklung eines tragfähigen Finanzkonzepts zu unterstützen.

Die Camerata sei ein „unverzichtbarer Bestandteil“ der Hamburger Musiklandschaft, sagte Wersich. Das Kammerorchester wurde 1986 gegründet. Vorgänger war das Kirchenmusikorchester der Hauptkirche St. Nikolai (Klosterstern), das 1980 von Kirchenmusikdirektor Ekkehart Richter gegründet wurde.

Seit 1990 veranstaltet die Camerata eine Konzertreihe in der Laeiszhalle mit jährlich sechs Aufführungen. Sie nahm unter anderem am Schleswig-Holstein Musik Festival, an den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern und am Usedomer Musikfestival teil. Zudem gastierte das Orchester in der Schweiz, in Spanien, Frankreich, Polen und Finnland. Chefdirigent ist seit der Saison 2012/13 Simon Gaudenz.

(dpa)