Optiker

Fielmann kann Umsatz steigern und erhöht Dividende

Fielmann setzt weiterhin auf den kundennahen Service und will nicht ins Internetgeschäft einsteigen

Fielmann setzt weiterhin auf den kundennahen Service und will nicht ins Internetgeschäft einsteigen

Foto: Malte Christians / dpa

Der Vorsteuergewinn legte sogar um fast sieben Prozent zu. Die Hamburger Optikerkette will 2015 ihre Marktanteile noch weiter ausbauen.

Hamburg. Die Optikerkette Fielmann wächst ungebrochen. 2014 verkaufte das Hamburger Unternehmen 7,6 Millionen Brillen und steigerte die Konzernerlöse um sechs Prozent auf 1,23 Milliarden Euro. Der Konzern kündigte am Dienstag an, ihren Marktanteil auch in diesem Jahr zu steigern. "Fielmann ist zuversichtlich, seine Marktposition auszubauen. Wir werden auch in diesem Jahr Absatz, Umsatz und Gewinn steigern", teilte das börsennotierte Famlienunternehmen am Dienstag anlässlich der Bilanzpräsentation mit.

Bremsspuren beim Wachstum sind trotz zunehmender Konkurrenz durch Online-Brillenhändler nicht zu erkennen. In den ersten drei Monaten verkaufte Fielmann 1,87 Millionen Sehhilfen, 20.000 Stück mehr als vor Jahresfrist. Der Umsatz kletterte um 3,5 Prozent auf 317 Millionen Euro. Der Vorsteuergewinn legte sogar um fast sieben Prozent auf 62,8 Millionen Euro zu. Ein Grund für das höhere Gewinnplus ist der anhaltende Trend zu teureren Gleitsichtbrillen, die sich immer mehr Menschen leisten. Auch die Konsumlust der Verbraucher trägt dazu bei, dass die Geschäfte gut laufen. "Die Rahmenbedingungen stimmen im Moment einfach", sagte ein Unternehmenssprecher.

Zugleich steigt die Zahl der Filialen stetig. Acht Filialen kamen im vergangenen Jahr hinzu, insgesamt betrieb Fielmann damit zuletzt 687 Niederlassungen, davon 100 im Ausland. Die Expansion zahlt sich für die Aktionäre aus. An die Eigner, darunter als größten die Familie von Günther Fielmann, sollen erneut mehr als 80 Prozent des Gewinns ausgeschüttet werden. Die Dividende steigt um 15 Cent auf 1,60 Euro je Anteilschein.

Fielmann ist die größte Filialkette unter den bundesweit rund 11.950 (2014) augenoptischen Fachgeschäften. Diese verzeichneten 2014 einen Branchenumsatz von 5,6 Milliarden Euro Umsatz. Rund 650.000 Brillen wurden nach Angaben des Zentralverbandes der Augenoptiker (ZVA, Düsseldorf) 2014 über das Internet verkauft. Das ist im Vergleich zum Vorjahr allerdings ein Plus von 30 Prozent. In den stationären Geschäften wurden 11,5 Millionen Brillen (plus 1,7 Prozent) verkauft.

In das Internetgeschäft ist Fielmann bisher nicht eingestiegen, weil der Firmengründer persönlichen Service und Dienstleistungen wie Sehtests und Augenprüfungen beim Brillenkauf für unverzichtbar erachtet. (dpa/rtr)