Steakhaus-Unternehmer

Scheidung: Rosenkrieg im Hause Block

Noch glücklich: Christina Block und
Stephan Hensel

Noch glücklich: Christina Block und Stephan Hensel

Foto: Jürgen Joost

Tochter von Hamburgs Steakhaus-Unternehmer trennt sich von ihrem Mann. Vier Kinder haben sie, doch mit der Liebe ist es vorbei.

Hamburg. Es war eine Märchenhochzeit. Vor knapp zehn Jahren trauten sich Christina Block, Tochter der Hamburger Steakhaus-Unternehmer Christa und Eugen Block, und ihr Mann Stephan Hensel. Die Hochzeit im August feierten sie im Garten des Anwesens der Familie. Vier Kinder haben die beiden heute, doch mit der Liebe ist es nun endgültig vorbei. Das Ehepaar lebt inzwischen getrennt.

Schon den Jahreswechsel feierte Christina Block nicht mehr mit ihrem Mann, einem gelernten Bankkaufmann, der zuletzt ein kleineres Fleischerei-Unternehmen leitete. Inzwischen hat er diese Tätigkeit eingestellt.

Es geht bei der Trennung in einer so erfolgreichen Familie, wie die Blocks es sind, natürlich auch um viel Geld. Aber auch um Erfolg oder Misserfolg. So jedenfalls ist es aus dem Freundeskreis von Christina Block zu hören. Während es bei der Block-Tochter immer wieder schnell voranging, soll Ehemann Hensel seinen beruflichen Weg länger gesucht haben.

Christina Block ist eine energische Frau, die als Aufsichtsrätin im familieneigenen Hamburger Hotel Grand Elysée darüber wacht, dass alles seinen richtigen Weg nimmt. Die 41-Jährige ist keine, die es lange ohne etwas anzupacken aushält. Dafür ist zu viel zu tun. „Aber ich mag das Tohuwabohu, vier Kinder, Firma, Gesellschafterin im Unternehmen, damit kann ich gut leben“, sagte sie einmal. „Arbeiten ist“ für die Block-Tochter „immer auch ein Freiheitsgefühl, den eigenen Weg zu gehen und trotzdem die Bereicherung durch die Kinder zu genießen“.

Christina Block hat in den meisten Dingen, die sie antreibt, Erfolg. Sie musste ihrem Vater Eugen Block oft genug beweisen, dass nicht nur die beiden Brüder Philipp und Dirk als Nachfolger des Patriarchen die Familienfirma führen können, sondern auch sie, ein Mädchen. Um den Vater zu überzeugen, eröffnete sie im Jahr 2001 am Rödingsmarkt mit dem Prima Pane ein kleines Restaurant mit Brötchen, Salat und anderen Snacks. Nach zehn Jahren gab sie es auf – aber nur, weil der Mietvertrag auslief.

Die Tochter des Steakhaus-Königs hatte bereits andere Pläne. Nachdem Eugen Block an jedes seiner drei Kinder acht Prozent der Firmenaktien übertrug, wurde sie wieder zur Unternehmerin – mit der Verantwortung für größere Projekte als dem Prima Pane. Ihren Vater überzeugt hat Christina Block gerade erst mit der Eröffnung ihres Steakhouses im Hotel Grand Elysée. „Hier wollen wir Steak-Kultur auf die Spitze treiben“, sagt sie.