Hamburg

Ein Leben ohne Hex Hex

Eine Glosse von

Wenn die Kinder ausziehen, wird es langsam Zeit, ihre uralten Spielkisten auszumisten. Neben entzückenden, grell geschminkten Barbies mit abgeschnittenen Haaren finden sich jede Menge kindgerechte Kassetten, auf denen überdrehte Hexenmädchen, kreischende Kobolde und tumbe Elefanten mitwirken. Ganz wehmütig wird man da zunächst: All die Abende, an denen wir zusammengekuschelt diese „Abenteuer“ gehört haben – unwiderruflich vorbei. Seufz.

Andererseits: Dauernd dröhnten die Stimmen dieser angeblich „besten Freunde“ durch die Wohnung. „Hex Hex“ und „Trörööh“ den ganzen Tag (Sie wissen schon, wen ich meine). So schön klang das nun auch wieder nicht, und besonders geistreich waren die Geschichten um Zickenkrieg und böse Bürgermeister auch nicht. Also eingepackt das Ganze – und als Spende für eine neue, nervenstarke Kindergeneration weitergereicht. Ich selbst werfe mich mit Schwung aufs Sofa und lege meine eigenen Lieblings-CDs ein. Endlich Genuss pur, ziemlich laut und vor allem: ungestört.

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