Öffentlicher Dienst

Schulen und Kundenzentren von Warnstreiks stark betroffen

Am Donnerstag wird in Hamburg gestreikt

Am Donnerstag wird in Hamburg gestreikt

Foto: Axel Heimken / dpa

Ganztägiger Warnstreik trifft Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Schulen und Kundenzentren besonders stark betroffen.

Hamburg. Viele Angestellte im öffentlichen Dienst haben am Donnerstag in Hamburg ihre Arbeit niedergelegt. Der Warnstreik sei plangemäß angelaufen, sagte der Geschäftsführer der Lehrergewerkschaft GEW in Hamburg, Dirk Mescher. Betroffen sind der Gewerkschaft Verdi zufolge Schulen, Behörden, Kundenzentren, Kfz-Zulassungsstellen, Bauhöfe und die Polizei. Mit dem Warnstreik wollen Verdi, GEW und die Gewerkschaft der Polizei (GdP) vor der vierten Tarifrunde für Angestellte im öffentlichen Dienst der Länder den Druck erhöhen.

Im Bildungsbereich sind nach Meschers Angaben vor allem Grundschulen mit Ganztagsbetreuung sowie Sonderschulen betroffen. Bei der zentralen Kundgebung in Hamburg werden laut Polizei rund 20.000 Menschen erwartet. Dabei kann es zu massiven Verkehrsbehinderungen kommen.

Die Gewerkschaften fordern 5,5 Prozent mehr Gehalt, mindestens jedoch 175 Euro, sowie einen Tarifvertrag für die bundesweit 200.000 angestellten Lehrer. Die nächste Verhandlungsrunde ist am Samstag in Potsdam geplant.

In Mecklenburg-Vorpommern traf der Arbeitskampf vor allem die Schulen, von denen die Hälfte am Donnerstag bestreikt wurden.

In Schleswig-Holstein wollen sich an den Warnstreiks nach Gewerkschaftsangaben Beschäftigte aller Ministerien, der Kieler Universität, des Uniklinikums, der Straßenverwaltung, der Polizei sowie Lehrer und Beschäftigte des Strafvollzugs und der Finanzverwaltung beteiligen. In Kiel wollten Beschäftigte vom Gewerkschaftshaus in der Innenstadt mit einem Protestzug vor den Landtag ziehen, wo um 12.00 Uhr eine Kundgebung geplant ist. Dort will auch Finanzministerin Monika Heinold (Grüne) sprechen.