Schüler machen Zeitung

Meerjungfrauen gibt es nicht – oder vielleicht doch?

Hamburg. In Märchen spielen sie eine große Rolle: Meerjungfrauen. Doch leider gibt es sie nicht – oder doch?

Seit einigen Jahren kann man in Internet-Shops Meerjungfrauenflossen, die aus Monoflossen und einem mit Schuppenoptik bedruckten dehnbaren Badeanzugstoff bestehen, kaufen. Mit diesem „Fischschwanz“ kann man, ähnlich wie beim Delfinschwimmen, richtig schnell durchs Wasser gleiten. Es gibt die Flossenanzüge in unterschiedlichen Farben, etwa in hellgrün, dunkelgrün, pink, blau.

Ich habe mir eine solche Flosse schon vor mehr als einem Jahr zugelegt und es macht einfach unglaublich viel Spaß, sich damit unter Wasser fortzubewegen. Es ist wunderbar, mit dieser Flosse zu schwimmen und zu tauchen. Es fühlt sich richtig magisch an – als wäre ich eine echte Meerjungfrau und würde in eine komplett andere Welt eintauchen. Unter Wasser ist alles so leise und wenn ich die Augen schließe, befinde ich mich in einer geheimen Unterwasserwelt. Doch ich bin natürlich nicht die einzige Meerjungfrau in Deutschland: die Sportart „Mermaiding“ kommt aus den USA und in manchen Städten gibt es sogar Schwimmkurse für Meerjungfrauen.

Seit Ende November gibt es Hamburgs ersten Meerjungfrauen Spaßtreff. Er findet jeden letzten Sonnabend im Monat von 15 bis 18 Uhr im Festland in Altona statt. Mitmachen können alle großen und kleinen Meerjungfrauen, Meermänner und Badenixen ab acht Jahren. Die Schwimmart ist zwar für jeden geeignet, am meisten spricht sie aber junge Mädchen an. Wassermänner sind nicht in Sicht.

Wie wird man Meerjungfrau? Muss ich dafür einen Kurs besuchen? Nein. Aber Nixen müssen schon recht gut schwimmen können. Die Beine müssen aneinandergerückt werden und es ist für Anfänger schwer, sich über Wasser zu halten! Meerjungfrau kann im Grunde genommen also jede werden, die gut schwimmen kann. Wer weiß – vielleicht tauchen in Hamburg ja bald ein paar weitere Meerjungfrauen auf.