Neujahrsempfang

Hamburger wünschen Bürgermeister Glück fürs neue Jahr

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Olaf Scholz und die Zweite Bürgermeisterin Dorothee Stapelfeldt empfingen 600 Gäste und Vertreter der Opposition. Die grüne Spitzenkandiatin Katharina Fegebank fehlte – sie machte lieber Wahlkampf.

Altstadt. Der Andrang war nicht ganz so groß wie in vergangenen Jahren: Rund 600 Hamburgerinnen, Hamburger sowie auswärtige Gäste kamen am Neujahrsmorgen ins Rathaus, um dem Ersten Bürgermeister Olaf Scholz und der Zweiten Bürgermeisterin Dorothee Stapelfeldt (beide SPD) ein gutes neues Jahr zu wünschen.

Es war das gleiche Zeremoniell wie in jedem Jahr: Um 10.45 Uhr marschierte das Polizeiorchester aus dem Großen Burstah kommend auf den Rathausmarkt, um vor dem Eingang die Hamburg-Hymne „Stadt Hamburg an der Elbe Auen“ zu spielen. Parallel wurden die Flaggen auf dem Rathausmarkt gehisst.

Im Turmsaal des Rathauses nahmen Scholz und Stapelfeldt dann die Glückwünsche zum neuen Jahr entgegen. Unter den ersten Gratulanten waren wie immer die Hamburger Originale wie Zitronenjette, Hummel-Hummel oder der Polizist „Udel“. Auch Bürgerschafts-Präsidentin Carola Veit (SPD), Oppositionschef Dietrich Wersich (CDU) sowie Vertreter der anderen Faktionen waren gekommen. Nur die Grünen blieben diesmal dem Empfang fern. Spitzenkandidatin Katharina Fegebank zum Beispiel machte schon Wahlkampf an der Außenalster.

Im Rathaus ging es auch musikalisch zu. Elena (sieben), Alina (neun) und Arina (acht), deren russlanddeutsche Eltern aus Wolgograd eingewandert waren, sangen mit leichter Verspätung „O Tannenbaum“ für die beiden Bürgermeister. Die meisten Besucher beließen es bei guten Wünschen für das neue Jahr, manch einer hatte dabei schon die Bürgerschaftswahl am 15. Februar im Blick.

Die Tradition des Bürgerempfangs am Neujahrsmorgen in der jetzigen Form geht auf das Jahr 1926 zurück. Der damalige Bürgermeister Carl Petersen lud erstmals alle Hamburger und Gäste am ersten Tag des Jahres in das Rathaus ein. Seit dem 18. Jahrhundert war der Empfang zunächst Diplomaten und Honoratioren vorbehalten, die den Bürgermeistern ihre Aufwartung machten.