Veranstaltungsreihe

China Time bringt Werke von Ai Weiwei nach Hamburg

Die mehr als 200 Veranstaltungen in der Hansestadt sollen einen Einblick in die Stimmung und den Zustand Chinas geben. Eine Panorama-Rotunde versetzt Besucher in ein täuschend echtes Shanghai.

Hamburg. Am heutigen Dienstagabend fällt im Rahmen einer Eröffnungsfeier mit dem Ersten Bürgermeister Olaf Scholz, der Kultursenatorin Prof. Barbara Kisseler und dem chinesischen Generalkonsul Huiqun Yang der Startschuss zur China Time in der Sammlung Falckenberg. Mit der Veranstaltungsreihe präsentiert die Hansestadt bis zum 23. November ihre enge Verbindung zum Reich der Mitte. International bekannte Persönlichkeiten wie der Schriftsteller Yu Hua entwerfen mit mehr als 200 Veranstaltungen ein vielfältiges Bild des aufstrebenden Lands zwischen Tradition und Moderne.

Zentraler Programmpunkt ist dieses Jahr die kulturelle Vielfalt Chinas. Besonderes Highlight ist die Ausstellung „Secret Signs – im Namen der Schrift“, die vom 8.11.2014 – 8.2.2015 stattfindet. Sie widmet sich dem Thema Schrift, gleichzeitig das Leitthema der diesjährigen China Time. 38 renommierte Künstler wie Ai Weiwei, Xu Bing und Gu Wenda zeigen Positionen, die Kalligraphie als kulturelle Wurzel des Landes und Kontrast zum globalisierten China darstellen. Mit dieser von den Deichtorhallen konzipierten Ausstellung zeigt Hamburg eine der größten Schauen chinesischer zeitgenössischer Kunst in Europa.

Mit Shanghai 360° in die Millionenstadt

Neben zahlreichen Veranstaltungen versetzt die Panorama-Rotunde „Shanghai 360°“ am Ballindamm den Betrachter in den Großstadtdschungel Shanghais. Mithilfe von 60 digital zusammengesetzten Fotografien entsteht ein täuschend echtes Erlebnis der asiatischen Millionenstadt, die seit 28 Jahren Partnerstadt Hamburgs ist.

Auch der aus Kupfer gefertigte Drache der Aurubis AG ist ein 4,3 Tonnen schweres und sieben Meter langes Symbol Chinas in der Innenstadt. Seit 2006 begleitet er China Time als Glücksbringer und findet sein antikes Vorbild im sommerlichen Kaiserpalast in Peking. Er steht auf der Reesendammbrücke zwischen Jungfernstieg und Rathausmarkt. Beide Installationen sind bis zum 23.11. zu sehen.

Kritische Auseinandersetzung mit China

„Die diesjährige China Time ermöglicht uns die Entdeckung der chinesischen Kultur mitten in Hamburg. Über 50 Kulturprojekte geben Einblicke in die Stimmung und den Zustand Chinas und der chinesischen Gesellschaft“, erklärt Hamburgs Kultursenatorin Prof. Barbara Kisseler. „Die Werke lassen einerseits die Verbundenheit der Künstler zu ihrem Heimatland erkennen, andererseits aber auch die kritische Auseinandersetzung mit ihrer Heimat“.