Fuhlsbüttel

Comeback für den Nacktscanner am Flughafen Hamburg

Die angespannte Sicherheitslage führt zu verschärften Kontrollen. Am Flughafen Hamburg können die Passagiere zwischen Körperscanner und Abtasten wählen.

Hamburg. Hängt es mit den IS-Terroristen oder der Ebola-Epidemie zusammen? In jedem Fall feiert der Nacktscanner feiert ein großes Comeback an deutschen Flughäfen. Schon vor einigen Tagen berichteten Behördenkreise, dass die Körperscanner bundesweit an Flughäfen zum Einsatz kommen sollen. Nun sollen die Geräte, die wie überdimensionale Röntgenapparate funktionieren, auch am Hamburger Flughafen in Fuhlsbüttel wieder eingesetzt werden.

„Die Körperscanner kommen auch nach Hamburg zurück“, sagte ein Sprecher der Bundespolizei und bestätigte damit eine Meldung des NDR. Wie viele Geräte angeschafft werden und wann sie in Betrieb gehen, sei aber noch offen. Flugreisende sollen zwischen der Abtastkontrolle und dem Scan wählen können.

Im Jahr 2011 war die Einführung der Geräte nach einem fehlerhaften mehrmonatigen Testlauf gescheitert. Die Software sei seitdem aber verbessert worden, teilte die Bundespolizei mit. Datenschützer äußerten dennoch wiederholt Bedenken gegen die Scanner. Flugpassagiere bemerkten, dass selbst Hemdfalten für metallische Gegenstände gehalten wurden.

An den Flughäfen Düsseldorf und Köln/Bonn haben Passagiere bald die Wahl zwischen Körperscanner und Abtasten. Nach Angaben der Bundespolizei NRW werden an beiden Flughäfen in Kürze die umstrittenen Körperscanner installiert. Sie erkennen im Gegensatz zu Metalldetektoren auch Pulver, Flüssigkeiten oder andere potenziell gefährliche Gegenstände.

Auch am Stuttgarter Flughafen wird der Einsatz der umstrittenen Körperscanner ausgeweitet. Statt zwei sollen künftig sechs Geräte bereitstehen, wie ein Sprecher der Bundespolizei sagte. Bis zum Ende des Jahres sollen die zusätzlichen Körperscanner installiert werden. Die Maßnahme ergebe sich durch die gestiegene Bedrohungslage, hieß es.