Statistisches Bundesamt

Hamburg ist Hochburg der Alleinerziehenden

2013 waren in 27 Prozent der Familien mit mindestens einem minderjährigen Kind die Eltern alleinerziehend. Bundesweit waren es lediglich 20 Prozent.

Wiesbaden/Hamburg. In Hamburg leben überdurchschnittlich viele Alleinerziehende. Wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte, waren 2013 in 27 Prozent der Familien mit mindestens einem minderjährigen Kind die Eltern alleinerziehend. Bundesweit waren es lediglich 20 Prozent. Die meisten Hamburger Familien bestehen immer noch traditionell aus einem Ehepaar mit einem oder mehreren Kindern. Ihr Anteil betrug in Hamburg 63 Prozent, bundesweit 70 Prozent. Der Anteil der Familien mit unverheirateten Eltern lag mit elf Prozent etwa im Bundesdurchschnitt (zehn Prozent).

Waren bundesweit nur noch in 70 Prozent der knapp 8,1 Millionen Familien die Paare verheiratet, lag ihr Anteil im Jahr 1996 mit 81 Prozent noch deutlich höher. Wie aus dem sogenannten Mikrozensus, der größten jährlichen Haushaltsbefragung in Deutschland und Europa, hervorgeht, stieg der Anteil der Alleinerziehenden zwischen 1996 und 2013 von 14 auf 20 Prozent. Auch gibt es inzwischen deutlich mehr Lebensgemeinschaften mit Kindern, bei denen die Paare nicht verheiratet sind. Ihr Anteil erhöhte sich von fünf auf zehn Prozent.

Als Familien gelten in der Statistik alle Eltern-Kind-Gemeinschaften, bei denen mindestens ein minderjähriges Kind im Haushalt lebt. Zu den Kindern zählen dabei neben leiblichen Töchtern und Söhnen auch Stief-, Pflege- und Adoptivkinder.