Wilhelmsburg

Neuer Besitzer: Kommt das Rialto Lichtspielhaus jetzt zurück?

Ein Hamburger Bauunternehmer hat das stillgelegte Rialto-Kino gekauft und denkt über eine Wiederbelebung nach. Sollte er einen Betreiber finden, könnte die einstige Kultstätte doch noch einmal auferstehen.

Hamburg. Zuletzt war es still geworden um Wilhelmsburgs einstiges Kultkino Rialto. Seit der Schließung im vergangenen November diente nur noch die Fassade ab und an als Ausstellungsfläche. Das könnte sich jetzt ändern.

Nach einem Bericht der „taz“ hat der Hamburger Bauunternehmer Konrad Grevenkamp das nebenliegende leerstehende Gebäude an der Ecke Mokrystraße/Vogelhüttendeich gekauft, um dort ein Wohnprojekt zu realisieren - und das benachbarte Rialto zu sanieren.

Wie es mit dem Kino weitergeht, ist allerdings noch ungewiss. Die Sanierung des Kinos würde Grevenkamp davon abhängig machen, ob sich jemand findet, der das Lichtspielhaus betreiben würde. Grundsätzlich würde er eine Wiederbelebung begrüßen: „Ein Kino würde Wilhelmsburg gut tun, es würde die Leute zusammenbringen“, sagte er der „taz“.

Für Sonntag (12 Uhr, Mokrystraße 1 und 3) lädt der 59-Jährige alle Interessieren zu einer Info-Veranstaltung zu den Themen Rialto und der nebenan geplanten Wohnbebauung ein.

Kurze Wiederbelebung nach 30 Jahren

Im Mai vergangenen Jahres hatte der Hamburger Architekt Stephan Reifenrath das Rialto Lichtspielhaus fast 30 Jahre nach der Schließung für eine Saison wiedereröffnet. Die rund 337 Veranstaltungen aus den Bereichen Theater, Musik, Literatur und natürlich Kino hatten 2013 rund 10.500 Besucher angelockt.

Das Rialto weiter zu betreiben, hatte Reifenrath jedoch abgelehnt. „Ich habe da viel Arbeit reingesteckt und kann mir derzeit nicht vorstellen, das nochmals ein Jahr zu leisten“, sagte er kurz vor der Schließung.