Hamburg

Polizeikontrolle: 124 Radfahrer fahren über die rote Ampel

Die Polizei hat am Dienstag in Hamburg an drei Stellen Fahrradkontrollen durchgeführt. Ziel sei gewesen, Radfahrer dabei zu entdecken, die über eine rote Ampel fahren. Dies gilt als Hauptursache bei Radunfällen.

Die Fahrradstaffel der Hamburger Polizei hat am Dienstag an drei Stellen von 10 bis 17 Uhr in der Stadt Fahrradfahrer und ihre Räder überprüft. Die Polizei wollte mit der Kontrolle vor allem Radfahrer entdecken, die bei Rot über die Ampel fahren.

In den sieben Stunden stellten die Beamten insgesamt 163 Verkehrsverstöße fest. Unter den insgesamt 131 Radfahrverstößen wurde 124 mal das Rotlicht missachtet.

Unter den Verstößen war aber auch die Benutzung des Mobiltelefons während der Fahrt. Drei Radfahrer befuhren den Gehweg und drei Radfahrer mussten ihre Räder nach der Kontrolle schieben, weil die Bremseinrichtungen Mängel aufwiesen oder fehlte. Grundsätzlich zeigten sich die betroffenen Radfahrer einsichtig und hatten Verständnis für die Kontrollen.

Aber auch Autofahrer wurden kontrolliert. Acht Autos fuhren bei Rot, zudem waren vier Fahrer nicht angeschnallt. Zwölf Fahrer benutzten ihr Handy während der Fahrt.

Eine der Hauptunfallursachen bei Verkehrsunfällen mit Radfahrbeteiligung ist, laut Polizei, die Missachtung der roten Ampel, wenn der Radfahrer Schuld trägt.

Wer als Radfahrer bei Rot über die Ampel fährt, muss ein Bußgeld von 60 Euro zahlen. Sollte die Ampel allerdings bereits eine Sekunde rot sein, gibt es ein Bußgeld von 100 Euro. Die Fahrradstaffel wird auch künftig verstärkt Fahrradkontrollen durchführen. Das Ziel sei, so die Polizei, die Verkehrsunfälle mit Radfahrerbeteiligung zu reduzieren.