1600 Muslime wollen gegen IS-Terror und Hass demonstrieren

St. Georg. Die Centrum Moschee in St. Georg beteiligt sich an diesem Freitag am bundesweiten Aktionstag der Muslime gegen Hass und Unrecht. Die Kundgebung, an der auch Hamburgs Sozialsenator Detlef Scheele (SPD) teilnehmen wird, findet um 14Uhr im Anschluss an das traditionelle Freitagsgebet statt. Rund 1600 Gläubige werden erwartet, sagte ein Sprecher des Bündnisses der Islamischen Gemeinden in Norddeutschland.

Auf dem Programm der Protestaktion steht eine Erklärung der Muslime zu den Ereignissen der vergangenen Wochen und ein Gebet für den Frieden. Der Hamburger Schura-Vorsitzende Mustafa Yoldas wird zu den Teilnehmern sprechen. Der Koordinationsrat der Muslime im Deutschland (KRM) hatte zur Kundgebung unter dem Motto „Muslime stehen auf gegen Hass und Unrecht“ aufgerufen. Angesichts der jüngsten Brandanschläge auf mittlerweile fünf Moscheen und eine Synagoge und der Kriege im Nahen Osten, Syrien und im Irak wollen die Muslime ein Zeichen setzen, hieß es. Ähnliche Veranstaltungen finden zeitgleich unter anderem in Berlin und München statt. In der bayerischen Landeshauptstadt wird die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, die Wandsbeker SPD-Bundestagsabgeordnete Aydan Özoğuz, dabei sein. Insgesamt beteiligen sich bundesweit 2000 Moscheen.

Die Centrum Moschee in St. Georg nimmt als einzige Hamburger Moschee daran teil. Unlängst hatte zum Beispiel die Schura die „barbarischen Handlungen“ der Terrorgruppe Islamischer Staat (IS) in einer öffentlichen Erklärung verurteilt. Was diese Terroristen tun, widerspreche den Werten des Islam wie den universellen Menschenrechten, sagte Schura-Vorstandsmitglied Abu Ahmed Jakobi.