Ex-Innensenator

Ronald Schill löst kontroverse Diskussion im Netz aus

Eigentlich liegt das Kapitel Ronald Schill Jahre zurück. Doch nach dem Einzug in den Big-Brother-Container und der Veröffentlichung der Autobiografie wird wieder heftig über den Ex-Innensenator diskutiert - besonders im Netz. Dort äußern sich Befürworter und Kritiker.

Hamburg. Die Veröffentlichung der schlüpfrigen Autobiografie und der Einzug in den „Promi Big Brother“-Container haben erneut eine kontroverse Diskussion um Hamburgs Ex-Innensenator Ronald Schill ausgelöst. Auch auf Facebook wird heftig diskutiert. Aber längst nicht nur über die Qualität seines Buches „Der Provokateur“ oder die Beweggründe, im TV-Trash-Zirkus mitzumischen. Vielmehr geht es um die Meinungen zu Schill an sich - und die Kommentare zeigen, dass der 55-Jährige auch viele Jahre nach seiner Wahlniederlage und dem Versuch, den damaligen Bürgermeister Ole von Beust zu erpressen, immer noch polarisiert.

Eine klare Tendenz bei den Posts auf Facebook ist nicht abzulesen, die Meinungen und Themen variieren stark. So geht es zum Beispiel um die Vergangenheit und Schills hartes Durchgreifen als „Richter Gnadenlos“: „Als Richter war er und bleibt er für mich der beste, R.B. Schill hat jedenfall das Gesetzbuch verstanden und ordentlich angesetzt!“ Ein anderer Nutzer erklärt sich Schills damaligen Erfolg so: „Ich erinnere mich noch sehr gut daran. Es waren damals Protestwähler. Heute gehen sie gar nicht mehr zur Wahl.“

Ein anderer User übt Kritik an der heutigen Politik: „Schauen sie sich die heutigen Senatoren an...einige machen nichts, andere nur Blödsinn...“. Auch die Rolle des damaligen Bürgermeisters von Beust ist wieder Thema: „Damit das nicht in Vergessenheit gerät: Nur durch Ole von Beust konnte Schill zweiter Bürgermeister und Innensenator werden! Politische Verantwortung ist für mich was anderes - aber die hat "uns ole" ja auch nicht übernommen. ein echt "schwarzes" Kapitel dieser Stadt!“

Eine wiederum andere Fraktion ist empört über Schill. „Er ist unterste Schublade ebenso Big Brother alles klar?? Jeder weitere Kommentar ist überflüssig.“ Ein Weiterer: „Ein Schandfleck für Hamburg.“ Bei einigen Nutzern gerät nur Schill in die Kritik, sondern auch die TV-Zuschauer: „Schill ist eine Wurst, mit der man eigentlich nur noch Mitleid haben kann. Aber soll er doch seine Neurosen öffentlich ausleben - gibt ja genug Dummnickel die ihm dabei zuschauen.“

Am Mittwoch hatte das Hamburger Abendblatt ausführlich über Ronald Schill berichtet. Zentrales Thema war, wie es dazu kommen konnte, dass 19,4 Prozent der Hamburger vor 13 Jahren die Schill-Partei wählten.