Menschlich gesehen

Der Ikea-Leiter

Wenn man einen Ikea-Schrank zusammenschrauben möchte, empfiehlt es sich, zunächst für einen Überblick zu sorgen. So viele Einzelteile gibt’s da im Karton. Ganz ähnlich ist es, wenn man sich über den Werdegang von Christian Mollerusinformieren möchte. Der 47-jährige Chef des gestern eröffneten Ikea-Möbelhaus in Altona hat sozusagen eine typische Ikea-Karriere hinter sich. Eine aus vielen Einzelteilen eben.

Aufgewachsen ist er in der Nordheide in Hanstedt, ging gleich nach dem BWL-Studium zu Ikea nach Schnelsen. Es folgten Stationen in Heidelberg, Hannover, Wiesbaden, schließlich sogar Australien, wo der erste seiner acht und zehn Jahre alten Söhne geboren wurde. Zurück in Deutschland, wurde er dann Chef in Schnelsen, privat wohnt die Familie wieder in Hanstedt.

Schließlich kam vor gut drei Jahren das Angebot, in Altona das erste Möbelhaus seines Unternehmens mitten in einer Stadt aufzubauen. Mollerus gönnte sich ein halbjährige Pause, die Familie reiste noch einmal nach Australien, bevor er sich an den für Ikea ungewöhnlichen Job machte – offensichtlich zur eigenen Zufriedenheit, wie er bei der Eröffnung bekannte: „Entschuldigen Sie die Wortwahl. Aber wir haben hier das geilste Haus Ikeas.“