Hamburg Port Authority

Neue Nautische Zentrale im Hamburger Hafen eröffnet

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Vom Bubendey-Ufer aus wird der gesamte Schiffsverkehr im Hamburger Hafen überwacht und koordiniert. Die Zentrale ist zu einer der modernsten Verkehrszentralen der Welt ausgebaut worden.

Hamburg. Nach zweijähriger Bauzeit wurde die neue Nautische Zentrale am Bubendeyufer von der Hamburg Port Authority (HPA) wiedereröffnet.

„Ein deutlich gestiegenes Verkehrsaufkommen mit immer größeren Containerschiffen und die zukunftsorientierte Entwicklung zum wettbewerbsfähigen Hafen der Zukunft haben die Weiterentwicklung nach technischen, raumplanerischen und energetischen Gesichtspunkten notwendig gemacht. Die Nautische Zentrale der HPA ist ein Kernstück des Hamburger Hafens. Vom Containerschiff bis zur Jolle – der nautischen Zentrale und ihren Mitarbeitern entgeht im Hamburger Hafen nichts“, sagte Wirtschaftssenator Frank Horch bei der Eröffnung.

Im Rahmen des Neubaus wurde das Gebäude seit Januar 2012 erweitert, die technische Ausstattung modernisiert und speziell für die Anforderungen der Nautiker ergänzt.

„Von einer der modernsten Verkehrszentralen der Welt aus wird in der Nautischen Zentrale der gesamte Schiffsverkehr im Hamburger Hafen überwacht und koordiniert“, sagt Jens Meier, Vorsitzender der Geschäftsführung der HPA.

Damit sei der Hafen nun sehr gut aufgestellt, „um auch in Zukunft die Schiffsverkehre im Hamburger Hafen effizient und sicher abzuwickeln. Zudem konnten wir auch die Arbeitsbedingungen für die Kollegen wesentlich verbessern“, sagt Hafenkapitän Jörg Pollmann.

Moderne Arbeitsplätze

Ein großer Teil der technischen Hilfsmittel in der Nautischen Zentrale wurde speziell für die Bedürfnisse der Nautiker entwickelt. Die neue Nautische Zentrale verfügt über hoch technisierte Arbeitsplätze und moderne Anlagen auf dem neuesten Stand. Unter anderem kommt in der der Nautischen Zentrale eine Großbildanzeige zur hochauflösenden Darstellung nautischer Informationen zum Einsatz.

Auch aus energetischem Aspekt ist die Zentrale modernisiert geworden: Ein Eisspeicher mit Wärmepumpe sorgt auf dem Seemannshöft für effiziente Abwärmenutzung. Unterirdische Wasserleitungen nehmen die überschüssige Wärmeenergie auf, durch die relativ konstante Umgebungstemperatur der Erde kann sie dort knapp über dem Gefrierpunkt gespeichert und mit Beginn der Heizperiode wieder dem Heizsystem zugeführt werden.

Die Nautische Zentrale auf dem Seemannshöft wurde von 1975 bis 1977 inklusive der Radarzentrale östlich des Lotsenhauses auf dem Seemannshöft gebaut. Sie ist eine Außenstelle des Oberhafenamts und für die Überwachung sowie die Regelung des Schiffsverkehrs im Hafengebiet zuständig. Jeweils fünf Nautiker sind rund um die Uhr im Einsatz, um den reibungslosen Verkehrsfluss auf den Wasserstraßen zu sichern. Für die Zeit des Umbaus war die Nautische Zentrale in der Nautischen Notzentrale am Veddeler Damm untergebracht.

( (HA) )

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